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Teil 13  der beliebt

Teil 13 der beliebten Reihe @Follower @Top-FansUniformen, Missverständnisse und alte Bilder im Kopf

Beitrag 13 von 24

Warum Außenstehende Schützenuniformen oft falsch lesen und warum Vereine heute besser erklären müssen, was hinter Tracht, Abzeichen und Auftritt wirklich steht.

Es gibt Bilder, die schneller wirken als jede Erklärung. Eine Uniform gehört dazu. Noch bevor jemand fragt, warum sie getragen wird, was ihre Farben bedeuten oder welche Geschichte dahintersteht, ist im Kopf vieler Menschen bereits ein Urteil unterwegs. Gleichschritt. Kommando. Militär. Vergangenheit. Manche sehen Ordnung, andere sehen Abschottung. Manche sehen Tradition, andere fühlen sich an etwas erinnert, das ihnen fremd oder unangenehm ist.

Genau deshalb ist die Uniform im Schützenwesen mehr als nur Kleidung. Sie ist ein Symbol. Und Symbole müssen verstanden werden. Wer sie nicht erklärt, überlässt ihre Deutung den Vorurteilen. Und wer die Vorurteile einfach beleidigt abtut, verpasst die Chance, eine Brücke zu bauen.

Schützenvereine stehen heute vor einer besonderen Aufgabe: Sie müssen nicht nur ihr Brauchtum pflegen, sondern auch erklären, warum bestimmte Formen überhaupt noch getragen werden. Nicht defensiv. Nicht kleinlaut. Aber offen genug, um zu verstehen, dass Außenstehende nicht automatisch wissen können, was für Mitglieder selbstverständlich ist.

Denn die Frage lautet nicht nur: Warum tragen Schützen Uniformen? Die bessere Frage lautet: Was soll diese Kleidung sichtbar machen und was wird von außen hineingelesen?

Eine Uniform kann ausgrenzen, wenn sie nur als Grenze verstanden wird. Sie kann aber auch verbinden, wenn klar wird, dass sie Dienst, Zugehörigkeit und Verantwortung sichtbar macht.

Man darf es sich nicht zu einfach machen. In Deutschland reagieren viele Menschen sensibel auf Uniformen. Das ist historisch verständlich. Wer in diesem Land öffentliche Symbole trägt, wird immer auch durch die Brille der Geschichte betrachtet. Gerade deshalb reicht es nicht, nur zu sagen: Das war schon immer so. Dieser Satz erklärt nichts. Er verhindert höchstens, dass man miteinander spricht.

Für Menschen außerhalb des Schützenwesens sieht ein Festzug manchmal aus wie eine geschlossene Welt. Gleiche Kleidung, geordnete Reihen, Fahnen, Musik, Kommandos. Wer den Hintergrund nicht kennt, erkennt zuerst die Form und nicht den Inhalt. Und die Form kann missverstanden werden. Das ist nicht automatisch böser Wille. Es ist oft schlicht fehlende Nähe.

Der Fehler beginnt dort, wo beide Seiten übereinander reden, statt miteinander. Die einen lachen über alte Hüte, Schulterstücke und Orden. Die anderen fühlen sich respektlos behandelt und ziehen sich noch stärker zurück. Am Ende bleibt auf beiden Seiten ein Zerrbild. Dazwischen geht verloren, was die Uniform im Schützenwesen tatsächlich bedeuten kann.

Die Schützenuniform ist im Kern keine Kampfkleidung. Sie ist Vereinskleidung, Festtracht, Zugehörigkeitszeichen und sichtbarer Ausdruck einer gewachsenen Ordnung. Sie sagt: Ich stehe für diesen Verein. Ich trage seine Geschichte mit. Ich bin Teil einer Gemeinschaft, die nicht nur feiert, sondern Verantwortung übernimmt.

Natürlich gibt es historische Bezüge. Natürlich stammen manche Formen aus Zeiten, in denen Bürgerwehren, Schutzgemeinschaften und Schützengesellschaften anders organisiert waren als heute. Aber das heutige Schützenwesen ist kein militärischer Verband. Es ist Brauchtum, Verein, Sport, Ehrenamt und Stadtteilkultur. Wer die Uniform nur durch die Schablone des Militärischen betrachtet, sieht nur eine äußere Hülle und übersieht die soziale Wirklichkeit dahinter.

Gerade deshalb sollte man genauer hinschauen. Ein Orden kann für jahrzehntelanges Ehrenamt stehen. Eine Schärpe kann ein Amt sichtbar machen. Ein Abzeichen kann an eine Vereinsgeschichte erinnern. Eine Fahne kann Namen, Orte und Generationen verbinden. Das alles erklärt sich aber nicht von selbst. Es braucht Menschen, die erzählen, was es bedeutet.

Viele Vereine sind stark im Organisieren, Helfen und Feiern. Aber sie sind nicht immer stark darin, sich selbst zu erklären. Sie wissen intern sehr genau, was ihre Rituale bedeuten. Doch nach außen bleibt vieles unausgesprochen. Dann sieht der Besucher nur den Aufmarsch, aber nicht die Arbeit im Hintergrund. Er sieht die Kleidung, aber nicht den Besuch beim alten Vereinsmitglied. Er sieht die Reihe, aber nicht den Menschen darin.

Akzeptanz entsteht nicht dadurch, dass man Außenstehende auffordert, gefälligst Respekt zu haben. Akzeptanz entsteht, wenn Menschen verstehen, wofür etwas steht. Dafür müssen Schützenvereine ihre eigene Geschichte übersetzen. In eine Sprache, die auch der versteht, der nie in einer Kompanie war, nie eine Schützenhalle von innen gesehen hat und beim Wort Brauchtum zuerst an Kirmes denkt.

Das bedeutet nicht, dass man die Uniform abschaffen muss. Im Gegenteil. Wer ihre Bedeutung gut erklärt, nimmt ihr das Fremde. Er zeigt: Diese Kleidung ist kein Rückzug in eine alte Welt. Sie ist ein Zeichen dafür, dass Menschen bereit sind, für eine Gemeinschaft sichtbar einzustehen.

Wer missverstanden wird, reagiert schnell verletzt. Das ist menschlich. Aber gekränkter Stolz überzeugt niemanden. Wenn jemand fragt, warum Uniformen getragen werden, ist das nicht automatisch ein Angriff. Es kann auch eine Einladung sein, etwas zu erklären. Gerade Vereine, die gesellschaftliche Akzeptanz zurückgewinnen wollen, sollten solche Fragen nicht als Provokation behandeln, sondern als Chance.

Gleichzeitig darf man von Kritikern erwarten, dass sie fair bleiben. Wer alles, was geordnet auftritt, sofort als rückwärtsgewandt abtut, macht es sich zu bequem. Wer Menschen nur nach ihrer Kleidung beurteilt, reproduziert selbst ein Vorurteil. Hinter der Uniform steht kein Klischee, sondern ein Mensch: jemand, der vielleicht Jugendarbeit macht, Senioren besucht, beim Fest aufbaut, Spenden sammelt, Musik spielt oder seit Jahrzehnten im Verein hilft.

Respekt muss also in beide Richtungen gehen. Die Schützen müssen erklären. Die Öffentlichkeit muss bereit sein zuzuhören. Erst dann wird aus einem Bild im Kopf ein echtes Verständnis.

In einer Zeit, in der soziale Medien oft schneller urteilen als Menschen nachdenken, sind Bilder mächtig. Ein schlecht erklärtes Foto kann ein Vorurteil verstärken. Ein gutes Bild kann Türen öffnen. Deshalb sollten Schützenvereine bewusster darüber nachdenken, wie sie sich zeigen. Nicht geschönt, nicht künstlich modernisiert, aber verständlich.

Warum nicht häufiger die Menschen hinter der Uniform zeigen? Den jungen Schützen, der zum ersten Mal Verantwortung übernimmt. Die Frau, die im Vorstand organisiert. Den Musiker, der seit Wochen probt. Den alten Kameraden, für den der Festzug Erinnerung und Zugehörigkeit bedeutet. Den Helfer, der nachts abbaut, wenn andere längst nach Hause gegangen sind.

Solche Bilder verändern Wahrnehmung. Sie zeigen, dass Uniformen nicht dazu da sind, Menschen unnahbar zu machen. Sie können auch sichtbar machen, dass jemand Teil einer größeren Geschichte ist. Einer Geschichte, die nicht aus Befehl und Gehorsam besteht, sondern aus Bindung, Dienst am Verein und Verantwortung für den Stadtteil.

Das Schützenwesen muss sich nicht dafür entschuldigen, dass es erkennbar ist. Es darf Fahnen tragen, Musik spielen, Abzeichen zeigen und seine Feste feiern. Aber es muss verstehen, dass Erkennbarkeit allein heute nicht mehr reicht. Wer sichtbar ist, wird gefragt. Wer gefragt wird, sollte antworten können.

Die wichtigste Aufgabe der nächsten Jahre könnte deshalb nicht nur Nachwuchsarbeit sein, sondern Erklärarbeit. Was bedeutet diese Uniform? Warum gibt es Kompanien? Warum werden Fahnen geehrt? Warum marschiert man? Warum ist Ordnung nicht automatisch Härte? Warum ist Brauchtum nicht automatisch Rückschritt?

Wenn Vereine diese Fragen offensiv, ruhig und modern beantworten, gewinnen sie mehr als Verständnis. Sie gewinnen Nähe. Und Nähe ist das beste Mittel gegen Spott.

Uniformen werden auch in Zukunft diskutiert werden. Das ist nicht schlimm. Eine lebendige Tradition muss Fragen aushalten. Entscheidend ist, ob sie darauf mit Abschottung reagiert oder mit Haltung, Offenheit und guten Geschichten.

Das Schützenwesen hat keinen Grund, sich kleiner zu machen, als es ist. Aber es hat allen Grund, sich verständlicher zu machen. Wer zeigen will, dass hinter Marsch, Musik und Uniform Menschen stehen, die das ganze Jahr Verantwortung übernehmen, muss diese Menschen sichtbar machen. Nicht nur in Reih und Glied, sondern in ihrer ganzen Wirklichkeit.

Dann wird aus der Uniform nicht das Ende des Gesprächs. Sondern vielleicht sein Anfang.

#Schützenwesen #Brauchtum #Düsseldorf #Rheinland #Tradition #Uniformen #Schützenverein #Ehrenamt #Heimat #Vereinsleben #Stadtteilkultur #Respekt #Zusammenhalt #Düsseldorf4You @Follower @Top-Fans
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Teil 12  der Reihe.

Teil 12 der Reihe. @Follower @Top-FansFrauen im Schützenwesen: Tradition muss nicht Stillstand bedeuten

Beitrag 12 von 24

Wer Brauchtum erhalten will, darf Wandel nicht fürchten. Gerade beim Blick auf Frauen zeigt sich, ob ein Verein nur alte Formen verteidigt oder ob er stark genug ist, seine eigene Zukunft zu gestalten.

Es gibt Themen, bei denen ein Verein nicht einfach zur Tagesordnung übergehen kann. Frauen im Schützenwesen gehören dazu. Nicht, weil jedes Gespräch darüber automatisch ein Streit sein muss. Sondern weil sich an dieser Frage mehr zeigt als nur eine Satzung, eine Uniformordnung oder ein alter Ablauf im Festzug. Es geht um das Selbstverständnis einer Tradition. Um die Frage, wer dazugehört. Wer sichtbar sein darf. Wer Verantwortung trägt. Und ob eine Gemeinschaft stark genug ist, sich weiterzuentwickeln, ohne ihre Wurzeln zu verlieren.

Das Schützenwesen hat über Jahrhunderte überlebt, weil es nie nur aus starren Formen bestand. Es hat Kriege überstanden, politische Systeme, wirtschaftliche Krisen, gesellschaftliche Brüche und neue Generationen. Kein Verein bleibt fast sechs Jahrhunderte lebendig, wenn er sich niemals bewegt. Tradition ist kein Glassturz. Tradition ist Weitergabe. Und Weitergabe funktioniert nur, wenn Menschen von heute darin einen Platz finden.

Genau deshalb ist die Rolle der Frauen im Schützenwesen kein Nebenthema. Sie ist ein Prüfstein. Denn viele Frauen sind längst Teil dieser Welt: als Helferinnen, Organisatorinnen, Musikerinnen, Marketenderinnen, Schützinnen, Königinnen, Vorstandsmitglieder, Mütter, Töchter, Freundinnen, Partnerinnen, Ideengeberinnen und tragende Kräfte im Hintergrund. Ohne sie würden viele Veranstaltungen, Feiern, soziale Aktionen und Vereinsabläufe nicht einmal annähernd so funktionieren, wie sie funktionieren.

Und doch entsteht mancherorts noch immer der Eindruck, Frauen seien im Brauchtum eher Begleitung als Bestandteil. Genau hier beginnt das Problem. Wer Menschen braucht, sollte sie nicht nur am Rand sehen. Wer Engagement erwartet, sollte Anerkennung nicht nach Geschlecht sortieren. Und wer nach Nachwuchs ruft, kann sich nicht gleichzeitig wundern, wenn junge Menschen bei alten Ausschlüssen den Kopf schütteln.

Die Stärke einer Tradition zeigt sich nicht an ihrer Härte, sondern daran, ob sie Menschen zusammenführen kann, ohne sich selbst zu verlieren.

Natürlich gibt es in Traditionsvereinen gewachsene Rollen. Natürlich haben Rituale eine Geschichte. Natürlich kann man nicht alles, was über Generationen entstanden ist, mit einem Federstrich neu sortieren. Wer das Schützenwesen ernst nimmt, muss diese gewachsenen Formen verstehen. Aber Verständnis bedeutet nicht, dass jede alte Grenze automatisch richtig bleibt.

Brauchtum lebt von Wiedererkennbarkeit. Fahnen, Musik, Ordnungen, Ämter und Festabläufe schaffen ein Gefühl von Kontinuität. Aber Kontinuität ist nicht dasselbe wie Stillstand. Ein Verein kann seine Geschichte achten und trotzdem neue Wege gehen. Er kann seine Uniform tragen und trotzdem moderner denken. Er kann seine Fahne hochhalten und trotzdem fragen, ob alle, die diese Fahne mittragen, auch sichtbar dazugehören dürfen.

Das ist kein Angriff auf die Tradition. Es ist der Versuch, sie zukunftsfähig zu machen. Denn das, was heute als mutige Veränderung empfunden wird, kann morgen schon selbstverständlich sein. Viele Dinge, die einst neu waren, gelten später als fester Bestandteil des Vereinslebens. So funktioniert Geschichte. Sie wird nicht nur geerbt, sie wird gemacht.

Wer ehrlich auf das Vereinsleben schaut, weiß: Frauen sind nicht plötzlich aufgetaucht. Sie waren immer da. Sie haben organisiert, genäht, dekoriert, begleitet, vorbereitet, verkauft, gekocht, gesammelt, vermittelt, getröstet, motiviert und zusammengehalten. Oft ohne großes Amt, ohne laute Bühne, ohne sichtbaren Rang. Aber ohne diese Arbeit wäre vieles leerer, kälter und kleiner gewesen.

Gerade deshalb wirkt es aus der Zeit gefallen, wenn Engagement zwar willkommen ist, Mitsprache aber begrenzt bleibt. Eine moderne Gemeinschaft kann nicht dauerhaft zwischen gebraucht und gemeint unterscheiden. Wer den Verein mitträgt, sollte auch ernst genommen werden. Nicht als freundliche Ergänzung. Sondern als Teil der Gemeinschaft.

Das bedeutet nicht, dass jeder Verein alles über Nacht ändern muss. Aber es bedeutet, dass die Frage offen, ehrlich und respektvoll geführt werden muss. Nicht hinter vorgehaltener Hand. Nicht mit Spott. Nicht mit dem Satz: Das war schon immer so. Dieser Satz hat noch nie eine gute Antwort ersetzt.

Für junge Menschen ist Gleichberechtigung kein exotisches Sonderthema. Sie wachsen in Schulen, Ausbildungsbetrieben, Universitäten, Sportvereinen und digitalen Räumen auf, in denen Teilhabe anders verstanden wird als früher. Sie fragen nicht, ob eine Frau Verantwortung übernehmen darf. Sie fragen eher, warum man darüber überhaupt noch diskutieren muss.

Das ist für Traditionsvereine eine Herausforderung, aber auch eine große Chance. Wer jungen Menschen zeigen will, dass Brauchtum lebendig ist, muss ihnen vermitteln: Hier geht es nicht um das Festhalten an alten Schranken, sondern um Gemeinschaft. Um Verantwortung. Um Heimat. Um ein Miteinander, das stärker ist als Vorurteile.

Ein Verein, der Frauen sichtbar einbindet, verliert keine Würde. Er gewinnt Glaubwürdigkeit. Er zeigt, dass seine Werte nicht nur in Sonntagsreden stehen, sondern im Alltag gelten. Respekt, Kameradschaft, Verantwortung und Zusammenhalt werden dann nicht behauptet, sondern gelebt.

Manchmal wird so getan, als sei die Öffnung für Frauen ein Zugeständnis an den Zeitgeist. Das greift zu kurz. Es geht nicht darum, einer Mode zu folgen. Es geht darum, ob Vereine auch in Zukunft stark genug sein wollen, Menschen zu binden. Wer heute neue Mitglieder sucht, Ehrenamtliche braucht, Jugend gewinnen will und gesellschaftliche Akzeptanz zurückholen möchte, kann nicht auf die Hälfte der Gesellschaft verzichten.

Dabei muss Wandel nicht respektlos sein. Im Gegenteil. Der beste Wandel entsteht nicht gegen die Alten, sondern mit ihnen. Er erklärt, er hört zu, er nimmt Ängste ernst und trennt echte Tradition von bloßer Gewohnheit. Nicht jede Sorge ist böser Wille. Manche Menschen fürchten einfach, dass ihnen etwas Vertrautes verloren geht. Genau deshalb braucht es Gespräche, keine Lager.

Aber Gespräche dürfen nicht endlos zur Ausrede werden. Irgendwann muss ein Verein auch zeigen, wohin er will. Will er eine Gemeinschaft sein, die Menschen einlädt? Oder eine Gemeinschaft, die zuerst prüft, wer in welches alte Bild passt? Diese Entscheidung prägt nicht nur das Innenleben. Sie prägt auch das öffentliche Bild.

Wenn Frauen in Verantwortung stehen, verändert sich der Blick von außen. Das Schützenwesen wirkt dann weniger wie ein geschlossener Männerzirkel und mehr wie das, was es im besten Fall sein kann: eine breite Stadtteilgemeinschaft. Das ist für die Akzeptanz entscheidend. Denn viele Menschen urteilen nicht nach Satzungsdetails, sondern nach Bildern. Wer marschiert? Wer spricht? Wer entscheidet? Wer wird geehrt? Wer steht vorne?

Sichtbarkeit ist nicht oberflächlich. Sie ist ein Signal. Sie sagt: Diese Gemeinschaft traut Verantwortung nicht nur einer bestimmten Gruppe zu. Sie sagt: Tradition ist stark genug, Menschen einzuschließen. Sie sagt: Wir wollen nicht kleiner werden, sondern offener. Nicht beliebiger, sondern vollständiger.

Gerade im Rheinland, wo Brauchtum, Nachbarschaft und Vereinsleben so eng miteinander verbunden sind, kann das ein starkes Zeichen sein. Nicht gegen die Vergangenheit. Sondern für eine Zukunft, in der die nächste Generation dieses Brauchtum nicht erklären muss wie ein Relikt, sondern erleben kann wie etwas Lebendiges.

Natürlich funktioniert Veränderung nicht, wenn eine Seite nur belehrt und die andere nur blockiert. Wer Tradition modernisieren will, braucht Respekt vor dem, was Menschen aufgebaut haben. Wer Tradition bewahren will, braucht Respekt vor denen, die heute dazugehören möchten. Beides gehört zusammen.

Die schlechteste Lösung ist Stillstand aus Angst. Denn Stillstand wirkt nach außen schnell wie Ablehnung. Und Ablehnung ist Gift für Akzeptanz. Wer das Schützenwesen gegen Vorurteile verteidigen will, muss zeigen, dass es mehr ist als alte Rollenbilder. Dass es lernfähig ist. Dass es Menschen zusammenführt. Dass seine Werte groß genug sind, um Frauen nicht nur mitzudenken, sondern einzubeziehen.

Am Ende steht eine einfache Wahrheit: Eine Tradition, die nur überlebt, weil sie Türen geschlossen hält, ist schwächer, als sie glaubt. Eine Tradition aber, die ihre Türen öffnet und trotzdem ihre Seele behält, beweist echte Stärke.

Frauen im Schützenwesen sind kein Randthema und keine Störung des Brauchtums. Sie sind Teil seiner Wirklichkeit. Viele waren es immer. Viele wollen es sichtbarer sein. Und viele Vereine haben längst verstanden, dass Akzeptanz nicht durch Abschottung wächst, sondern durch ein glaubwürdiges Miteinander.

Wer das Schützenwesen wieder stärker in die Mitte der Gesellschaft rücken will, kommt an dieser Frage nicht vorbei. Denn eine Gemeinschaft, die Verantwortung predigt, muss Teilhabe ernst nehmen. Eine Gemeinschaft, die Zusammenhalt feiert, darf Zugehörigkeit nicht halbieren. Und eine Tradition, die Zukunft haben will, muss den Mut haben, Menschen nicht nur mitzunehmen, sondern wirklich einzuladen.

Das ist keine Schwächung des Schützenwesens. Es ist vielleicht eine seiner größten Chancen.

#Schützenwesen #Brauchtum #Düsseldorf #Rheinland #Ehrenamt #TraditionImWandel #FrauenImVerein #Gemeinschaft #Heimat #Vereinsleben #Stadtteilkultur #Respekt #Zusammenhalt #Düsseldorf4You @Follower @Top-Fans
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@Follower @Top-FansDie unterschätzte Inklusion im Schießsport

Beitrag 11 von 24

Warum dieser Sport mehr Türen öffnen kann, als viele von außen vermuten.

Wer über Inklusion spricht, denkt oft zuerst an große Konzepte, an politische Programme oder an Barrierefreiheit auf Papier. Dabei beginnt echte Teilhabe viel kleiner: dort, wo jemand nicht nur zuschauen darf, sondern wirklich mitmachen kann.

Im Schießsport zeigt sich genau das auf eine besondere Weise. Denn hier zählt nicht, wer am schnellsten rennt, am höchsten springt oder am kräftigsten ist. Hier zählen Ruhe, Konzentration, Haltung und Präzision.

Gerade deshalb wird der inklusive Wert dieses Sports häufig unterschätzt. Von außen sehen viele nur das Sportgerät und nicht die Menschen. Sie sehen nicht, dass Schießsport für ganz unterschiedliche Körper, Altersgruppen und Lebenssituationen zugänglich sein kann. Sie sehen nicht, dass Hilfsmittel, angepasste Anschläge, Auflagen, Sitzpositionen oder akustische Zielsysteme nicht den Sport verwässern, sondern ihn öffnen. Und sie sehen nicht, wie viel Würde darin liegt, wenn jemand nicht über seine Einschränkung definiert wird, sondern über seine Leistung, seine Ruhe und seinen Willen.

Inklusion wird oft falsch verstanden. Sie bedeutet nicht, jemanden freundlich an den Rand zu stellen und ihm das Gefühl zu geben, irgendwie auch dabei zu sein. Inklusion bedeutet, dass Menschen ernsthaft teilnehmen können. Mit denselben Regeln, mit angepassten Möglichkeiten, mit Respekt vor der individuellen Situation, aber ohne den gönnerhaften Blick von oben herab.

Genau darin liegt eine Stärke des Schießsports. Wer auf dem Stand steht oder sitzt, wird nicht zuerst danach beurteilt, ob er körperlich besonders leistungsfähig wirkt. Entscheidend ist, was im Ziel ankommt und wie verantwortungsvoll jemand mit dem Sport umgeht. Der Moment der Konzentration gehört allen. Die Scheibe fragt nicht nach Alter, Tempo, Muskelkraft oder Lebensgeschichte. Sie zeigt nur, ob Haltung, Ruhe und Technik zusammenpassen.

Inklusion beginnt dort, wo Menschen nicht nur geduldet werden, sondern wirklich Teil des Geschehens sind.

Viele klassische Sportarten stellen hohe körperliche Anforderungen. Wer nicht laufen kann, wer weniger Kraft hat, wer schnell ermüdet, wer motorische Einschränkungen hat oder im Alter langsamer wird, erlebt dort oft Grenzen. Das bedeutet nicht, dass diese Sportarten falsch sind. Es zeigt nur, dass Teilhabe nicht überall gleich leicht möglich ist.

Der Schießsport bewertet körperliche Unterschiede anders. Natürlich ist auch er anspruchsvoll. Natürlich braucht er Training, Körperkontrolle und Konzentration. Aber er ist nicht auf rohe Kraft gebaut. Er lebt nicht davon, andere körperlich zu überholen. Er lebt von Präzision. Und Präzision kann auf sehr unterschiedlichen Wegen entstehen.

Ein Mensch im Rollstuhl kann mit passender Einrichtung trainieren. Jemand mit Einschränkungen in Armen oder Händen kann unter bestimmten Bedingungen Hilfsmittel nutzen. Menschen mit Sehbehinderung können über akustische Systeme an den Sport herangeführt werden. Für Außenstehende klingt das vielleicht technisch. Für Betroffene kann es aber bedeuten: Ich bin nicht Zuschauer. Ich bin Sportler.

Ein Verein, der Inklusion ernst nimmt, verändert nicht nur sein Angebot. Er verändert seine Haltung. Er fragt nicht zuerst: Warum geht das nicht? Er fragt: Was braucht es, damit es gehen kann? Diese Frage ist groß. Sie gilt nicht nur für den Schießstand. Sie gilt für das Vereinsheim, für die Sprache, für die Wege, für die Einladungskultur und für die Bereitschaft, Menschen wirklich einzubeziehen.

Schützenvereine können hier mehr leisten, als viele ihnen zutrauen. Gerade weil sie oft in Stadtteilen verwurzelt sind, kennen sie die Menschen vor Ort. Sie wissen, wer alleine ist. Wer lange nicht mehr gekommen ist. Wer sich vielleicht nicht traut. Wer Unterstützung braucht. Ein guter Verein ist nicht nur ein Ort mit Terminen, sondern ein Ort mit Aufmerksamkeit.

Das macht Inklusion konkret. Nicht als großes Wort, sondern als Praxis: eine Rampe, ein offenes Gespräch, ein geduldiger Trainer, ein Mitglied, das begleitet, ein Vorstand, der zuhört, eine Gruppe, die niemanden auslacht, weil etwas länger dauert. Manchmal entscheidet nicht das große Konzept über Zugehörigkeit, sondern der Ton im Raum.

Ein Verein ist dann stark, wenn Menschen nicht erklären müssen, warum sie anders sind, sondern erleben dürfen, dass sie dazugehören.

Ein häufiger Fehler besteht darin, Inklusion gegen Leistung auszuspielen. Als müsse ein Verein sich entscheiden: entweder sportlicher Anspruch oder soziale Offenheit. Das ist Unsinn. Gerade der Schießsport zeigt, dass beides zusammengehören kann. Wer Hilfsmittel nutzt, möchte nicht automatisch geschont werden. Wer Einschränkungen hat, möchte nicht automatisch Sonderapplaus. Viele wollen schlicht fair antreten können.

Fairness bedeutet nicht, alle Menschen gleich zu behandeln, obwohl ihre Voraussetzungen unterschiedlich sind. Fairness bedeutet, Bedingungen so zu gestalten, dass eine echte Teilnahme möglich wird. Der sportliche Anspruch bleibt. Die Verantwortung bleibt. Die Konzentration bleibt. Nur der Zugang wird gerechter.

Das ist auch für die Wahrnehmung des Schützenwesens wichtig. Wer nur alte Klischees sieht, übersieht, dass hier ein moderner Gedanke gelebt werden kann: Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten finden über einen Sport zusammen, der Ruhe und Genauigkeit höher bewertet als äußere Stärke. Das ist nicht altmodisch. Das ist sehr gegenwärtig.

Für viele Menschen ist der sportliche Zugang nur der Anfang. Wer regelmäßig trainiert, kommt auch ins Gespräch. Wer ins Gespräch kommt, wird Teil einer Gruppe. Wer Teil einer Gruppe wird, wird gesehen. Gerade für Menschen mit Behinderung, ältere Menschen oder Menschen, die sich in anderen sozialen Räumen schwer tun, kann ein Verein ein wichtiger Ort sein.

Dort entsteht Normalität. Man fragt nicht jedes Mal nach der Einschränkung. Man fragt nach dem Ergebnis, nach dem letzten Training, nach dem nächsten Termin, nach dem Kaffee danach. Das klingt banal, ist aber entscheidend. Denn Teilhabe heißt auch, nicht ständig Sonderfall zu sein. Teilhabe heißt, mit denselben kleinen Alltäglichkeiten dazuzugehören wie alle anderen.

Das Schützenwesen hat an dieser Stelle eine große Chance. Es kann zeigen, dass Tradition nicht nur bewahrt, sondern öffnet. Dass Vereinsleben nicht nur aus Ämtern und Ritualen besteht, sondern aus Menschen, die füreinander Wege frei machen. Und dass eine alte Gemeinschaft sehr modern handeln kann, wenn sie erkennt, dass Zugehörigkeit immer wieder neu ermöglicht werden muss.

Die größte Barriere ist nicht immer die Treppe. Manchmal ist es die Unsicherheit. Viele Menschen mit Einschränkungen fragen sich: Bin ich dort willkommen? Werde ich ernst genommen? Muss ich mich erklären? Werde ich angestarrt? Und viele Vereine fragen sich umgekehrt: Machen wir etwas falsch? Können wir das überhaupt leisten?

Diese Unsicherheit ist menschlich. Aber sie darf nicht zum Stillstand führen. Der erste Schritt ist oft ein einfaches Gespräch. Nicht über Menschen, sondern mit ihnen. Was brauchst du? Was ist möglich? Was sollen wir beachten? Wo können wir unterstützen? Wer so fragt, zeigt Respekt. Und wer zuhört, lernt meist schneller als jedes Konzeptpapier es erlauben würde.

Ein inklusiver Verein muss nicht von heute auf morgen perfekt sein. Er muss bereit sein, besser zu werden. Er muss Fehler korrigieren, Erfahrungen sammeln und offen bleiben. Das ist keine Schwäche. Das ist Vereinsentwicklung.

Inklusion ist kein fertiger Zustand. Sie ist die Entscheidung, niemanden vorschnell auszuschließen.

Für die öffentliche Akzeptanz des Schützenwesens ist dieses Thema enorm wichtig. Es zeigt eine Seite, die in den üblichen Debatten fast nie vorkommt. Da wird über Uniformen gesprochen, über Festzüge, über Kirmes, über Alkohol, über Tradition. Viel zu selten wird gefragt, welche Menschen im Verein überhaupt einen Platz finden können.

Dabei liegt genau hier ein starkes Gegenbild zum Klischee. Ein Schützenverein, der Inklusion lebt, ist kein geschlossener Traditionszirkel. Er ist ein Ort, an dem Menschen mit unterschiedlichen Lebenswegen gemeinsam trainieren, feiern, helfen, gedenken und Verantwortung übernehmen. Er zeigt, dass Brauchtum nicht eng sein muss. Es kann weit werden, wenn Menschen bereit sind, es weit zu denken.

Natürlich ersetzt das nicht die Arbeit, die noch zu tun ist. Nicht jeder Verein ist automatisch barrierefrei. Nicht jede Struktur ist schon offen genug. Nicht jedes Mitglied hat sofort die richtige Sprache. Aber gerade deshalb lohnt es sich, darüber zu sprechen. Nicht anklagend, sondern ermutigend. Denn jeder Verein, der sich öffnet, gewinnt nicht nur neue Mitglieder. Er gewinnt Menschlichkeit.

Viele Schützenvereine tun Gutes, ohne darüber zu sprechen. Das wirkt bescheiden, ist aber manchmal ein Problem. Wer nicht erzählt, was er leistet, darf sich nicht wundern, wenn andere nur das sehen, was am lautesten ist. Das gilt auch für Inklusion. Wenn Menschen mit Einschränkungen im Verein Sport treiben, Aufgaben übernehmen, sichtbar mitfeiern und selbstverständlich dazugehören, dann ist das eine Geschichte, die erzählt werden sollte.

Nicht als Eigenlob. Nicht als Werbekampagne auf dem Rücken einzelner Menschen. Sondern als Zeichen: Dieses Brauchtum hat Platz. Dieses Vereinsleben kann mehr als Tradition verwalten. Es kann Teilhabe ermöglichen. Es kann Barrieren abbauen. Es kann Menschen zusammenbringen, die anderswo nebeneinander herleben würden.

Genau deshalb gehört Inklusion in die Mitte der Debatte über das Schützenwesen. Nicht als Randthema für Spezialisten, sondern als Beweis dafür, dass diese Vereine gesellschaftlich relevant bleiben können. Ein Verein, der Menschen ernst nimmt, wird gebraucht. Ein Verein, der Türen öffnet, verdient Respekt.

Am Ende geht es im inklusiven Schießsport nicht nur darum, die Mitte der Scheibe zu treffen. Der eigentliche Treffer liegt tiefer. Er liegt darin, einem Menschen zu zeigen: Du kannst hier dabei sein. Du bist nicht nur Gast. Du bist Teil dieser Gemeinschaft.

Wenn das gelingt, verändert sich der Blick auf das Schützenwesen. Dann geht es nicht mehr nur um Fahnen, Festzüge und alte Bilder. Dann geht es um eine Gemeinschaft, die erkennt, dass Heimat nur dann glaubwürdig ist, wenn sie Menschen nicht ausschließt. Dann wird Brauchtum nicht kleiner, sondern größer.

Vielleicht ist genau das eine der stärksten Antworten auf die Frage, ob Schützenvereine noch in unsere Zeit passen. Ja, wenn sie Menschen verbinden. Ja, wenn sie Verantwortung übernehmen. Ja, wenn sie Tradition nicht als Türschloss verstehen, sondern als offenen Raum. Und ja, wenn sie zeigen, dass Teilhabe nicht bei großen Worten beginnt, sondern bei der einfachen Einladung:

Komm dazu. Wir finden einen Weg.

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@Follower @Top-FansSchießsport ist kein Draufgängertum

Beitrag 10 von 24

Warum Konzentration, Disziplin und Verantwortung im Schützenwesen wichtiger sind als jedes Klischee.

Kaum ein Teil des Schützenwesens wird so schnell missverstanden wie der Schießsport. Wer nur das Wort hört, hat manchmal sofort Bilder im Kopf: Lautstärke, Waffen, Härte, Gefahr. Doch genau diese Bilder führen in die Irre. Sportschießen ist kein Draufgängertum. Es ist das Gegenteil davon: Ruhe, Kontrolle, Konzentration, Disziplin und Verantwortung.

Ein guter Schütze ist nicht derjenige, der besonders wild auftritt. Ein guter Schütze ist derjenige, der sich selbst im Griff hat. Der ruhig atmet. Der Regeln achtet. Der auf Sicherheit hört. Der weiß, dass Präzision nicht aus Kraft entsteht, sondern aus Haltung. Wer das einmal ernsthaft beobachtet hat, erkennt schnell: Dieser Sport lebt nicht vom Adrenalin des Augenblicks, sondern von der Fähigkeit, den Augenblick zu beherrschen.

Von außen wirkt der Schießsport oft einfach: anlegen, zielen, treffen. In Wahrheit ist er viel komplexer. Der erste Gegner steht nicht auf der Scheibe. Er sitzt im eigenen Kopf. Nervosität, Ungeduld, falsche Atmung, ein unruhiger Stand oder ein kurzer Moment der Ablenkung entscheiden darüber, ob ein Schuss sauber wird oder nicht.

Sportschießen verlangt eine Fähigkeit, die heute fast selten geworden ist: ganz bei einer Sache zu sein. Kein Multitasking. Kein Nebenbei. Kein hektisches Reagieren auf Reize. Man steht da, richtet sich aus, nimmt den eigenen Körper wahr, kontrolliert den Atem und entscheidet erst dann. Das ist beinahe meditativ. Gerade deshalb passt dieser Sport viel besser in unsere Zeit, als viele glauben.

Im Schießsport gewinnt nicht der Lauteste. Es gewinnt der Ruhigste.

Wer Schießsport nur auf Waffen reduziert, übersieht den wichtigsten Punkt: Dieser Sport ist von Regeln durchzogen. Sicherheit ist kein Randthema. Sicherheit ist die Voraussetzung dafür, dass dieser Sport überhaupt stattfinden kann. Aufsicht, klare Abläufe, festgelegte Kommandos, sichere Handhabung und Respekt vor dem Sportgerät gehören zum Fundament.

Gerade darin liegt auch ein gesellschaftlicher Wert. Junge und ältere Mitglieder lernen, dass Freiheit immer mit Verantwortung verbunden ist. Man darf nicht einfach tun, was man möchte. Man bewegt sich in einem Raum mit Regeln, mit Aufsicht, mit Konsequenzen und mit gegenseitigem Vertrauen. Verantwortung beginnt vor dem ersten Schuss.

Das macht den Schießsport nicht gefährlicher als andere Sportarten. Es macht ihn bewusster. Wo andere Sportarten Geschwindigkeit, Kontakt oder Körperkraft in den Mittelpunkt stellen, verlangt das Sportschießen vor allem kontrolliertes Verhalten. Nicht Mutproben zählen, sondern Beherrschung.

Disziplin hat heute oft einen schlechten Klang. Viele verbinden das Wort mit Strenge, Druck oder alten Hierarchien. Im Schießsport bedeutet Disziplin etwas anderes: die Fähigkeit, sich selbst zu ordnen. Pünktlich zu sein. Regeln zu akzeptieren. An Details zu arbeiten. Fehler nicht zu verdrängen, sondern aus ihnen zu lernen. Immer wieder anzutreten, auch wenn das Ergebnis nicht sofort perfekt ist.

Das ist eine starke Schule fürs Leben. Wer gelernt hat, eine Haltung zu verbessern, den Atem zu kontrollieren und mit kleinen Abweichungen ehrlich umzugehen, lernt mehr als nur eine Sporttechnik. Er lernt Geduld. Er lernt Selbstkritik. Er lernt, dass Leistung nicht aus Zufall entsteht, sondern aus Wiederholung, Aufmerksamkeit und Respekt vor dem eigenen Tun.

Ein schlechter Schuss ist im Sport kein Scheitern. Er ist eine ehrliche Rückmeldung.

Ein weiterer unterschätzter Punkt: Schießsport kann Menschen zusammenbringen, die in vielen anderen Sportarten kaum gemeinsam antreten würden. Jugendliche, Erwachsene und Senioren können im selben Vereinsumfeld trainieren. Körperliche Unterschiede treten nicht so stark in den Vordergrund wie bei Sportarten, die vor allem auf Schnelligkeit, Kraft oder Ausdauer setzen.

Das verändert die Atmosphäre. Auf dem Schießstand begegnen sich Generationen nicht nur beim Fest oder am Vereinsabend, sondern im Training. Der erfahrene Schütze gibt Hinweise. Die junge Schützin bringt Ehrgeiz mit. Der ältere Sportler zeigt Ruhe. Der Anfänger merkt, dass niemand perfekt beginnt. So entsteht Austausch, der nicht künstlich organisiert werden muss. Er wächst aus dem gemeinsamen Tun.

Gerade für Vereine ist das wertvoll. Ein Sport, der Generationen verbindet, stärkt den Zusammenhalt. Er schafft Gesprächsanlässe, fördert gegenseitigen Respekt und zeigt jungen Menschen, dass ältere Mitglieder nicht nur Bewahrer der Vergangenheit sind, sondern aktive Begleiter der Gegenwart.

Unsere Gesellschaft ist laut geworden. Nachrichten blinken, Telefone vibrieren, Meinungen prallen aufeinander, Aufmerksamkeit wird zur Ware. Viele Menschen verlernen, sich längere Zeit auf eine einzige Sache zu konzentrieren. Genau hier hat der Schießsport eine fast überraschend moderne Qualität.

Er zwingt zur Entschleunigung. Nicht gemütlich, sondern präzise. Wer schießt, muss sich sammeln. Er kann nicht gleichzeitig diskutieren, scrollen, reagieren und abschalten. Er muss den eigenen Körper wahrnehmen. Den Stand. Den Griff. Die Atmung. Den Blick. Das Abziehen. All das macht den Sport anspruchsvoll, aber auch wertvoll.

Man könnte sagen: Der Schießsport ist eine Schule der Aufmerksamkeit. Und Aufmerksamkeit ist heute keine Kleinigkeit mehr. Sie ist eine Fähigkeit, die in vielen Bereichen des Lebens fehlt: in der Schule, im Beruf, im Straßenverkehr, im Umgang miteinander. Wer lernt, ruhig zu bleiben, lernt mehr als Technik.

Trotzdem bleibt das Missverständnis bestehen. Das liegt auch daran, dass das Thema Schießen gesellschaftlich schnell emotional wird. Viele Menschen unterscheiden nicht zwischen Sport, Gewalt, Waffe, Brauchtum und Verantwortung. Alles verschwimmt zu einem Bild. Genau deshalb müssen Schützenvereine besser erklären, was sie tun und was sie ausdrücklich nicht tun.

Sportschießen ist kein Spiel mit Gewalt. Es ist kein Imponiergehabe. Es ist keine Bühne für Lautstärke. Es ist ein geregelter Sport mit klaren Sicherheitsstrukturen, mit Training, Wettkampf, Konzentration und Kontrolle. Wer das nicht erklärt, überlässt die Deutung denen, die nur Vorurteile sehen.

Akzeptanz entsteht nicht dadurch, dass man Kritik beleidigt abwehrt. Akzeptanz entsteht durch Offenheit. Vereine sollten Menschen einladen, den Sport zu verstehen. Nicht missionarisch, sondern transparent. Was passiert auf einem Schießstand? Wer beaufsichtigt? Welche Regeln gelten? Warum ist Ruhe so wichtig? Was lernen Jugendliche dabei? Wer diese Fragen beantwortet, nimmt Angst aus dem Thema.

Am Ende steht eine einfache Wahrheit: Schießsport ist nur dann wertvoll, wenn Verantwortung an erster Stelle steht. Nicht der Treffer macht den Charakter dieses Sports aus, sondern der Weg dorthin. Wer sicher handelt, aufmerksam bleibt, Regeln akzeptiert und andere respektiert, zeigt genau jene Haltung, die ein Verein vermitteln sollte.

Das Schützenwesen kann hier etwas leisten, das weit über den Sport hinausgeht. Es kann zeigen, dass Tradition nicht mit Unvernunft verwechselt werden darf. Dass ein altes Vereinswesen moderne Werte vermitteln kann. Dass Verantwortung nicht altmodisch ist. Und dass ein Sport, der von außen missverstanden wird, bei näherem Hinsehen erstaunlich viel über Selbstbeherrschung, Respekt und Gemeinschaft erzählt.

Wer Schießsport nur mit Draufgängertum verbindet, hat nie wirklich hingesehen. Denn dort, wo seriös trainiert wird, geht es nicht um Lärm, Macht oder Pose. Es geht um Ruhe. Um Präzision. Um Vertrauen. Um die Fähigkeit, sich selbst zu kontrollieren. Und genau darin liegt seine Stärke.

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D4Y-SERIE: SCHÜTZENWESEN NEU BETRACHTET
Beitrag 7 von 24

Zwischen TikTok und Trommelzug: Wie Tradition junge Menschen erreichen kann

Warum Schützenvereine nicht jünger wirken müssen, indem sie sich verkleiden – sondern indem sie verständlich, offen und echt zeigen, was in ihnen steckt.

Wer junge Menschen erreichen will, muss nicht zwanghaft jung tun. Er muss ehrlich sein. Genau darin liegt für viele Schützenvereine die eigentliche Herausforderung. Nicht der Trommelzug ist das Problem. Nicht die Fahne. Nicht die Uniform. Das Problem entsteht dort, wo eine starke Tradition nach außen schweigt und dann verwundert ist, dass andere nur das sehen, was an einem Festwochenende sichtbar wird.

Junge Menschen wachsen heute in einer Welt auf, in der alles erklärt, bewertet, kommentiert und geteilt wird. Was nicht erzählt wird, findet kaum statt. Was nicht sichtbar ist, wird schnell übersehen. Was nicht verständlich gemacht wird, landet im Kopf vieler Menschen in einer Schublade. Genau deshalb reicht es für Schützenvereine nicht mehr, einfach nur da zu sein. Sie müssen zeigen, warum sie da sind.

Das bedeutet nicht, dass ein Verein seine Seele verkaufen muss. Niemand braucht einen Schützenverein, der plötzlich so tut, als wäre er ein Start-up, eine Influencer-Agentur oder ein Jugendclub mit Königskette. Junge Menschen merken sehr schnell, ob etwas echt ist oder nur auf jugendlich lackiert wurde. Wer Tradition anbiedert, verliert Würde. Wer Tradition erklärt, gewinnt Verständnis.

Der Weg in die Zukunft führt deshalb nicht über billige Gags, sondern über eine bessere Erzählung. Schützenvereine müssen nicht moderner werden, weil sie alt sind. Sie müssen sichtbarer werden, weil sie oft mehr leisten, als sie zeigen. Zwischen TikTok und Trommelzug liegt kein Widerspruch. Dort liegt eine Chance.

Das Problem ist nicht die Tradition – sondern die fehlende Übersetzung.

Viele Bräuche funktionieren nach innen wunderbar. Wer im Verein groß geworden ist, versteht Abläufe, Begriffe, Zeichen und Rituale fast automatisch. Man weiß, was eine Fahne bedeutet. Man kennt die Wege, die Rollen, die Namen, die Geschichten. Für Außenstehende sieht dasselbe Bild aber oft anders aus: Menschen marschieren, tragen Uniformen, feiern ein Fest, halten Reden und wirken dabei wie eine geschlossene Welt.

Genau an dieser Stelle entsteht Distanz. Nicht unbedingt aus Ablehnung, sondern aus Unwissen. Wer nicht weiß, was hinter einem Ritual steht, sieht nur die Oberfläche. Wer nicht weiß, wie viel Vorbereitung hinter einem Fest steckt, hält es für ein Wochenende mit Musik. Wer nicht weiß, wie viel Ehrenamt, Jugendarbeit, Seniorenarbeit und Nachbarschaft dahinterliegen, reduziert das Schützenwesen auf Kirmes und Parade.

Die Aufgabe der Gegenwart ist deshalb Übersetzung. Nicht im Sinne von Vereinfachung, sondern im Sinne von Verständlichkeit. Was bedeutet dieses Zeichen? Warum gibt es diese Ordnung? Wer macht die Arbeit? Was passiert im Jahr außerhalb des Festes? Welche Menschen stehen hinter den Ämtern? Welche Werte werden tatsächlich gelebt?

Wenn ein Verein diese Fragen nicht selbst beantwortet, beantworten sie andere. Dann entstehen Klischees. Und Klischees sind selten freundlich.

Tradition muss nicht lauter werden. Sie muss verständlicher werden.

Social Media ist kein Ersatz für Gemeinschaft – aber ein Fenster hinein.

Viele Vereine betrachten soziale Medien noch immer wie ein schwarzes Brett im Internet. Termine rein, Plakat hoch, Foto vom Königspaar dazu, fertig. Das ist besser als nichts, aber es zeigt nur einen Ausschnitt. Wer junge Menschen erreichen will, muss nicht nur ankündigen, sondern erzählen.

Ein guter Beitrag zeigt nicht bloß: Am Samstag ist Versammlung. Er zeigt, warum jemand hingeht. Er zeigt nicht nur: Wir bauen auf. Er zeigt Hände, die arbeiten, Menschen, die lachen, Jugendliche, die mithelfen, Alte, die erklären, Neue, die dazukommen. Er zeigt nicht nur das fertige Fest, sondern die Geschichte dahinter.

Social Media kann für Schützenvereine ein Fenster sein. Nicht als Ersatz für echte Begegnung, sondern als Einladung dazu. Ein Verein, der sichtbar macht, wie viel Leben in ihm steckt, baut Hemmschwellen ab. Wer online schon ein Gesicht gesehen hat, traut sich eher, offline vorbeizukommen. Wer verstanden hat, dass der Verein nicht nur aus Uniformen besteht, sieht das Fest mit anderen Augen.

Dabei müssen die Inhalte nicht perfekt produziert sein. Im Gegenteil: Zu glatt wirkt schnell künstlich. Ein kurzer Blick hinter die Kulissen, ein ehrlicher Moment beim Aufbau, ein altes Foto mit einer gut erzählten Geschichte, ein Jugendmitglied, das erklärt, warum es dabei ist – solche Inhalte können mehr bewirken als jede Hochglanzbroschüre.

Junge Menschen wollen nicht nur zuschauen.

Die entscheidende Frage lautet nicht: Wie bekommen wir junge Menschen dazu, unsere Tradition anzusehen? Die bessere Frage lautet: Wie können junge Menschen Teil davon werden? Zwischen Zuschauen und Mitmachen liegt der Unterschied zwischen Publikum und Gemeinschaft.

Ein Verein, der Jugend nur als Nachwuchs für vorhandene Strukturen versteht, wird es schwer haben. Junge Menschen wollen nicht bloß Rollen übernehmen, die andere für sie vorgesehen haben. Sie wollen mitgestalten, Fragen stellen, eigene Ideen einbringen und erleben, dass ihre Sicht ernst genommen wird.

Das kann unbequem sein. Wer lange in festen Abläufen gelebt hat, empfindet neue Vorschläge schnell als Störung. Doch genau diese Reibung hält Tradition lebendig. Eine junge Stimme, die fragt, warum etwas so gemacht wird, ist nicht automatisch respektlos. Sie kann ein Geschenk sein. Denn jede gute Antwort stärkt den Brauch. Und jede schlechte Antwort zeigt, wo man nachdenken sollte.

Jugendliche können heute viel zur Sichtbarkeit beitragen: Fotos, kurze Videos, Stories, Gestaltung, Musik, Sprache, digitale Einladungen, frische Formate. Sie können erklären, was Ältere manchmal voraussetzen. Sie können Brücken bauen zu Menschen, die mit dem Schützenwesen bisher nichts anfangen konnten. Dafür brauchen sie nicht nur Aufgaben, sondern Vertrauen.

Modernisierung heißt nicht Selbstverrat.

Sobald über Modernisierung gesprochen wird, entsteht in Traditionsvereinen oft Sorge. Wird dann alles beliebig? Verschwinden die Rituale? Wird aus dem Schützenwesen nur noch Event? Diese Sorge ist verständlich. Aber sie verwechselt Modernisierung mit Entkernung.

Modernisierung bedeutet nicht, die Fahne in die Ecke zu stellen. Es bedeutet, zu erklären, warum sie getragen wird. Es bedeutet nicht, die Uniform abzuschaffen. Es bedeutet, klarzumachen, dass sie nicht Abgrenzung ausdrücken soll, sondern Zugehörigkeit und Verantwortung. Es bedeutet nicht, alte Lieder, Wege oder Abläufe zu entsorgen. Es bedeutet, Menschen einzuladen, sie zu verstehen.

Eine lebendige Tradition darf Form behalten. Sie muss nicht jedem Trend hinterherlaufen. Aber sie sollte offen genug sein, Menschen hineinzulassen, die nicht mit allen Begriffen und Zeichen aufgewachsen sind. Gerade in einer Stadt wie Düsseldorf, in der Stadtteile sich verändern, Menschen zuziehen und Milieus sich mischen, ist das entscheidend.

Wer Brauchtum schützen will, darf es nicht verstecken. Er muss es zugänglich machen.

Der erste Kontakt entscheidet oft alles.

Viele junge Menschen haben keine grundsätzliche Abneigung gegen Vereine. Sie wissen nur nicht, wie sie hineinkommen sollen. Wer gehört dazu? Muss man jemanden kennen? Ist man willkommen, wenn die Familie nicht schon seit Generationen dabei ist? Darf man Fragen stellen? Muss man sofort eine Uniform tragen? Gibt es Probeangebote? Gibt es klare Ansprechpartner?

Solche Fragen klingen einfach, entscheiden aber über Nähe oder Distanz. Ein moderner Schützenverein sollte nicht nur nach innen gut organisiert sein, sondern auch nach außen verständlich. Ein klarer Jugendkontakt, offene Trainingsangebote, Einblicke hinter die Kulissen, einfache Sprache auf der Website, aktuelle Bilder, echte Ansprechpartner und eine Willkommenskultur können viel verändern.

Gerade der erste Besuch ist wichtig. Wer neu kommt und sich wie ein Fremdkörper fühlt, kommt selten wieder. Wer aber begrüßt, erklärt und eingebunden wird, erlebt den Verein anders. Dann wird aus Distanz vielleicht Neugier. Aus Neugier Teilnahme. Aus Teilnahme Verbundenheit.

Akzeptanz entsteht nicht nur durch große Artikel oder schöne Worte. Sie entsteht im direkten Kontakt. An der Tür. Am Vereinsheim. Beim Training. Beim Aufbau. Beim ersten Gespräch.

Warum junge Erzählformen dem Brauchtum helfen können.

Ein Schützenverein hat im Grunde alles, was gute Geschichten brauchen: Menschen, Konflikte, Geschichte, Orte, Symbole, Emotionen, Verantwortung, Humor, Erinnerung, Wandel. Was oft fehlt, ist nicht der Inhalt, sondern die Form, in der er erzählt wird.

Warum nicht kurze Porträts über junge Mitglieder? Warum nicht eine Serie: Was macht eigentlich ein Hauptmann? Warum nicht erklären, was vor dem Fest alles passiert? Warum nicht alte Fotos mit heutigen Orten verbinden? Warum nicht zeigen, wie viel Arbeit hinter einem einzigen Festzug steckt? Warum nicht Jugendliche selbst erzählen lassen, warum sie dabei sind?

Solche Formate müssen nicht anbiedernd sein. Sie dürfen sogar stolz sein. Aber sie sollten nahbar bleiben. Menschen interessieren sich für Menschen. Wenn man die Gesichter hinter den Uniformen zeigt, verändert sich der Blick auf das Ganze. Dann ist das Schützenwesen nicht mehr eine anonyme Gruppe, die einmal im Jahr durch die Straße zieht. Dann sind es Nachbarn, Freunde, Eltern, Großeltern, Jugendliche, Helfer und Ehrenamtliche.

Genau hier kann moderne Kommunikation das leisten, was Tradition allein manchmal nicht mehr schafft: eine Tür öffnen.

Zwischen Respekt vor dem Alten und Mut zum Neuen.

Die Zukunft des Schützenwesens wird nicht dadurch gesichert, dass man alles festhält, als wäre Veränderung ein Feind. Sie wird aber auch nicht dadurch gesichert, dass man alles Alte abschüttelt, nur um moderner zu wirken. Die eigentliche Kunst liegt dazwischen.

Ein Verein braucht Menschen, die wissen, woher er kommt. Und er braucht Menschen, die fragen, wohin er gehen soll. Er braucht Chroniken und neue Ideen. Er braucht Fahnen und offene Türen. Er braucht Erfahrung und digitale Sichtbarkeit. Er braucht die Ruhe der Tradition und die Energie der Jugend.

Das klingt nach Spagat. In Wahrheit ist es das Wesen jeder lebendigen Kultur. Was lebt, verändert sich. Was sich verändert, muss seinen Kern kennen. Und wer seinen Kern kennt, kann mutiger auftreten.

Ein Appell an die Vereine.

Wer mehr Akzeptanz für das Schützenwesen will, darf nicht darauf warten, dass die Öffentlichkeit von allein genauer hinsieht. Man muss ihr Gründe geben, genauer hinzusehen. Man muss Geschichten erzählen, Türen öffnen, Fragen beantworten und auch Kritik aushalten.

Das bedeutet nicht, sich ständig zu rechtfertigen. Es bedeutet, selbstbewusst zu zeigen, was man ist: ein Stück Stadtteilgeschichte, ein Ort des Ehrenamts, ein Raum für Begegnung, ein Netz zwischen Generationen, ein Verein mit Verantwortung. Wer das sichtbar macht, nimmt den Klischees den Platz.

Junge Menschen erreicht man nicht, indem man ihnen Tradition als Pflicht verkauft. Man erreicht sie, indem man ihnen zeigt, dass sie gebraucht werden. Dass ihre Fragen zählen. Dass ihre Ideen willkommen sind. Dass Brauchtum nicht abgeschlossen ist, sondern weitergeschrieben werden kann.

Zwischen TikTok und Trommelzug liegt also kein Kulturbruch. Dort liegt die nächste Aufgabe. Die Schützen müssen nicht ihre Vergangenheit vergessen, um Zukunft zu haben. Sie müssen nur lernen, ihre Gegenwart besser zu erzählen.

#Schützenwesen #Düsseldorf #Rheinland #Brauchtum #TraditionImWandel #Jugend #Nachwuchs #Ehrenamt #Vereinsleben #TikTokUndTrommelzug #Heimat #Stadtteilkultur #Gemeinschaft #Düsseldorf4You #RespektFürsEhrenamt @Follower @Top-Fans
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Heimat ohne Parolen: Warum Brauchtum nicht rückwärtsgewandt sein muss

Beitrag 5 von 24 der Serie „Mehr als Marsch und Kirmes“

Das Wort Heimat ist schwierig geworden. Für manche klingt es warm, für andere eng. Für die einen bedeutet es Herkunft, Nachbarschaft und Verlässlichkeit. Für andere klingt es nach Abgrenzung, Nostalgie und alten Bildern, die nicht mehr in eine moderne Stadt passen. Genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf das Schützenwesen: Denn dort zeigt sich, dass Heimat nicht laut, nicht ausgrenzend und nicht rückwärtsgewandt sein muss. Sie kann auch etwas sehr Einfaches sein: Menschen, die füreinander da sind.

Wer heute über Brauchtum spricht, bewegt sich schnell auf vermintem Gelände. Ein falsches Wort, ein falscher Eindruck, eine alte Uniform, ein historisches Ritual - und schon ist das Urteil gefällt. Dann heißt es: nicht mehr zeitgemäß, zu konservativ, zu
geschlossen, zu weit weg von der heutigen Gesellschaft. Manchmal ist diese Kritik nicht völlig aus der Luft gegriffen. Traditionen müssen sich Fragen gefallen lassen. Sie dürfen nicht erwarten, nur deshalb respektiert zu werden, weil es sie schon lange gibt. Aber genauso falsch ist es, alles Alte automatisch für überholt zu erklären. Eine Stadt verliert nicht nur Gebäude, wenn sie ihre Geschichte vergisst. Sie verliert Sprache, Gesten, Orte, Erinnerungen, vertraute Abläufe und Menschen, die Verantwortung
übernehmen. Sie verliert genau jene feinen Verbindungen, die aus einer Ansammlung von Straßen ein Viertel machen. Brauchtum ist deshalb nicht automatisch ein Blick zurück. Es kann auch ein Halt in der Gegenwart sein.

Heimat ist nicht Besitz. Heimat ist Beziehung.

Das größte Missverständnis beginnt oft beim Wort Heimat selbst. Heimat wird schnell so verstanden, als gehöre sie nur denen, die schon immer da waren. Als müsse man eine bestimmte Herkunft, einen bestimmten Namen oder eine bestimmte Lebensgeschichte mitbringen, um dazuzugehören. Eine solche Heimat wäre klein, kalt
und am Ende wertlos. Denn echte Heimat lebt nicht davon, andere draußen zu halten. Sie lebt davon, Menschen einzuladen, mitzutragen und mitzuerleben.

Im besten Sinne ist Heimat kein Besitzstand, sondern eine Beziehung. Man hat sie nicht einfach. Man baut sie auf. Durch Begegnung, Wiederholung, Vertrauen, Mithilfe und Erinnerung. Ein Kind, das zum ersten Mal eine Fahne trägt. Ein Jugendlicher, der eine Aufgabe übernimmt. Ein älteres Mitglied, das nicht vergessen wird. Ein neuer Nachbar, der beim Fest plötzlich mit am Tisch sitzt. Das alles sind keine großen Schlagzeilen. Aber es sind die Momente, in denen Zugehörigkeit entsteht.

Gerade im Schützenwesen wird dieser Gedanke sichtbar. Natürlich gibt es Symbole, Rituale und alte Formen. Aber ihr Sinn liegt nicht darin, Menschen auf Abstand zu halten. Ihr Sinn liegt darin, Verbindung herzustellen: zwischen Generationen, zwischen
Familien, zwischen Vereinen, zwischen Stadtteil und Geschichte. Eine Fahne erzählt nicht: Wir sind besser als andere. Sie erzählt: Hier haben Menschen vor uns Verantwortung getragen, und wir tragen sie weiter.

Tradition darf nicht erstarren

Trotzdem wäre es zu einfach, Tradition nur zu verteidigen. Wer Brauchtum liebt, muss auch bereit sein, es zu erklären. Und wer es erhalten will, muss es bewegen. Eine Tradition, die sich nicht mehr erklären lässt, wird irgendwann zur Kulisse. Eine Tradition, die niemanden mehr einlädt, wird zum geschlossenen Kreis. Eine Tradition, die nur noch behauptet, früher sei alles besser gewesen, verliert die Gegenwart. Genau hier liegt die große Aufgabe für Schützenvereine: Sie müssen zeigen, dass ihre Werte nicht im Widerspruch zur modernen Stadt stehen. Gemeinschaft, Verlässlichkeit, Respekt, Verantwortung, Ehrenamt und Erinnerung sind keine alten Werte. Sie sind hochaktuell. In einer Zeit, in der viele Kontakte flüchtiger werden, in der Nachbarschaften anonymer werden und in der sich vieles ins Digitale verlagert, kann ein Verein ein echter Gegenentwurf sein: nicht gegen die Moderne, sondern gegen die Vereinzelung.

Das bedeutet aber auch: Türen müssen offen sein. Sprache muss verständlich sein. Rollenbilder müssen hinterfragt werden. Junge Menschen dürfen nicht nur schmückendes Beiwerk sein. Frauen dürfen nicht nur erwähnt, sondern müssen selbstverständlich mitgedacht und sichtbar gemacht werden. Neue Mitglieder dürfen
nicht das Gefühl haben, erst zehn Jahre am Rand stehen zu müssen, bevor sie dazugehören. Wer Akzeptanz will, muss Begegnung möglich machen.

Brauchtum ist kein Museum

Viele Kritiker sehen im Schützenwesen ein Museum auf zwei Beinen: Uniformen, Musik, Fahnen, Kommandos, Orden, alte Bilder. Doch diese Sicht übersieht Entscheidendes. Ein Museum bewahrt Dinge hinter Glas. Ein lebendiges Brauchtum wird angefasst,
diskutiert, weitergegeben, manchmal auch verändert. Es lebt nicht, weil alles bleibt, wie es war. Es lebt, weil Menschen von heute darin einen Sinn finden.

Ein Schützenverein von heute ist nicht derselbe wie vor 100 Jahren. Er kann es gar nicht sein. Die Stadt hat sich verändert, Familien haben sich verändert, Arbeitszeiten haben sich verändert, Freizeitverhalten hat sich verändert. Was früher selbstverständlich war, muss heute neu begründet werden. Wer heute in einen Verein
eintritt, tut das nicht, weil es keine anderen Möglichkeiten gibt. Er tut es, weil er dort etwas findet, das ihm fehlt: echte Menschen, echte Aufgaben, echte Gemeinschaft. Darum ist es falsch, Brauchtum nur an seiner äußeren Form zu messen. Eine Uniform
kann alt aussehen und trotzdem für etwas sehr Gegenwärtiges stehen. Eine Fahne kann historisch sein und trotzdem heute Menschen zusammenbringen. Ein Festzug kann traditionell wirken und trotzdem ein offenes Fenster in ein Viertel sein. Entscheidend ist nicht allein, wie etwas aussieht. Entscheidend ist, was Menschen damit tun.

Düsseldorf braucht mehr als Events

Düsseldorf ist eine Stadt mit großen Veranstaltungen, starken Marken, viel Tempo und viel Oberfläche. Aber eine Stadt wird nicht allein durch Events zusammengehalten. Sie braucht Orte, an denen Menschen nicht nur konsumieren, sondern mitmachen. Sie braucht Vereine, in denen man nicht nur Zuschauer ist, sondern Teil einer Aufgabe. Sie braucht Gruppen, die nicht nach drei Wochen verschwinden, sondern über Jahre verlässlich bleiben.

Genau darin liegt die Stärke des Schützenwesens. Es schafft Wiederkehr. Es schafft vertraute Abläufe. Es schafft eine Form von Stadtteilgedächtnis. Wer einmal erlebt hat, wie mehrere Generationen in einem Verein zusammenarbeiten, versteht schnell: Hier geht es nicht um Folklore als Dekoration. Hier geht es um soziale Bindung. Um Menschen, die sich kennen. Um Verantwortung, die weitergegeben wird. Um ein Wir-Gefühl, das nicht im Internet behauptet, sondern im Alltag bewiesen wird.
Natürlich kann man über Formen streiten. Man kann über Musik, Marschordnung, Uniformen, Sprache und Rituale diskutieren. Aber man sollte dabei nicht vergessen, was darunter liegt. Denn wenn all diese Strukturen verschwinden, verschwindet nicht nur ein Fest. Dann verschwinden auch die Menschen, die Räume aufschließen,
Fahrdienste organisieren, Jugendliche begleiten, Trauerfälle mittragen, Senioren besuchen, Nachbarschaft pflegen und einen Stadtteil zusammenhalten, wenn gerade keine Kamera läuft.

Der zweite Blick lohnt sich

Vielleicht ist das die wichtigste Botschaft dieser Serie: Man muss nicht alles am Schützenwesen lieben, um seinen Wert zu erkennen. Man muss nicht jede Tradition selbst leben, um zu verstehen, dass sie anderen Halt gibt. Und man muss nicht jede alte Form übernehmen, um anzuerkennen, dass sich dahinter Menschen verbergen, die Verantwortung übernehmen.

Wer nur die Oberfläche sieht, sieht Marsch, Kirmes und Uniform. Wer genauer hinschaut, sieht etwas anderes: ein Netzwerk aus Menschen, die ihren Stadtteil nicht nur bewohnen, sondern mitgestalten. Menschen, die Geschichte nicht in Büchern
stehen lassen, sondern in Begegnung übersetzen. Menschen, die Heimat nicht als Parole benutzen, sondern als Aufgabe verstehen.

Das ist kein Rückzug in die Vergangenheit. Das ist eine Einladung in die Gegenwart. Ein modernes Schützenwesen muss nicht perfekt sein. Aber es kann etwas leisten, das vielen Orten heute fehlt: Es kann zeigen, dass Zugehörigkeit nicht laut sein muss. Dass
Tradition offen sein kann. Dass Heimat nicht eng machen muss, sondern verbinden kann. Und dass eine Fahne manchmal weniger mit Stolz zu tun hat als mit Verantwortung.

Heimat ohne Parolen bedeutet: Wir kümmern uns. Wir erinnern uns. Wir laden ein. Wir tragen weiter, was vor uns begonnen wurde - nicht, weil alles früher besser war, sondern weil eine Stadt ohne lebendige Gemeinschaft ärmer wäre.

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@Follower @Top-FansDer Stadtteil braucht Menschen,
die aufschließen - Teil 4

Warum Schützenvereine oft mehr soziale Infrastruktur sind, als viele von außen erkennen

Ein Stadtteil lebt nicht von Straßen, Häusern und Haltestellen
allein. Er lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen,
bevor jemand danach fragt. Von Menschen, die Schlüssel haben,
Türen öffnen, Stühle stellen, Listen führen, anrufen, organisieren,
beruhigen, erinnern, verbinden. Genau dort beginnt die eigentliche Bedeutung des Schützenwesens.

Man kann an einem Schützenverein vieles zuerst sehen: Uniformen, Fahnen, Musik,
den Festzug, vielleicht auch das Königspaar. Was man meistens nicht sieht, ist der Alltag dahinter. Der Moment, in dem jemand nach Feierabend noch schnell im
Vereinsheim vorbeifährt. Der Samstagmorgen, an dem aufgebaut wird. Der Abend, an dem eine Versammlung nicht spektakulär ist, aber notwendig. Die Nachricht, die jemand schreibt, weil ein älteres Mitglied krank ist. Der Anruf, weil ein Jugendlicher abgeholt werden muss. Der Handschlag, weil im Viertel Hilfe gebraucht wird.

Das klingt nicht groß. Es klingt fast banal. Aber genau diese Banalität ist der soziale
Kitt einer Stadt. Denn Gemeinschaft entsteht selten durch große Reden. Sie entsteht durch Wiederholung. Durch Verlässlichkeit. Durch Menschen, die immer wieder da sind. Schützenvereine sind deshalb mehr als Traditionsvereine. Sie sind in vielen Stadtteilen eine Art stilles Betriebssystem des Zusammenhalts.

Der Schlüssel zum Viertel

In jedem lebendigen Viertel gibt es Orte, an denen Menschen zusammenkommen,
ohne dass sie Eintritt in eine perfekte Welt bezahlen müssen. Vereinsheime,
Schützenhäuser, Säle, Plätze, Zelte, Proberäume, kleine Lager, Werkstätten,
Hinterzimmer. Das sind keine Hochglanzorte. Es sind Gebrauchsräume der Gemeinschaft. Dort wird nicht nur gefeiert, sondern geplant, besprochen, gestritten, gelacht, getrauert und weitergemacht. Wer solche Orte unterschätzt, unterschätzt den Wert lokaler Nähe. Ein Verein, der Räume öffnet, öffnet mehr als eine Tür. Er schafft Begegnung. Zwischen Jung und Alt. Zwischen alteingesessenen Familien und neuen Nachbarn. Zwischen Menschen,
die sich im Alltag vielleicht nie angesprochen hätten. In einer Zeit, in der vieles digitaler, schneller und unpersönlicher wird, ist das ein unschätzbarer Gegenentwurf.

Ein Stadtteil braucht nicht nur Infrastruktur aus Beton. Er braucht Infrastruktur aus Vertrauen.

Genau diese Vertrauens-Infrastruktur entsteht nicht über Nacht. Sie wächst über
Jahre. Man kennt sich. Man weiß, wer zuverlässig ist. Man weiß, wen man anrufen
kann. Man weiß, wer anpackt, wer vermitteln kann, wer den Überblick behält. Dieses Wissen steht in keinem Stadtplan, aber es ist für das Leben im Viertel oft wichtiger als jede Broschüre.

Wenn niemand zuständig ist - sind es oft die Ehrenamtlichen

Viele Menschen merken erst, was Vereine leisten, wenn etwas fehlt. Wenn eine
Veranstaltung nicht mehr stattfindet. Wenn ein Raum nicht mehr geöffnet wird.
Wenn eine Gruppe keine Jugendbetreuung mehr anbieten kann. Wenn niemand
mehr die Technik aufbaut, niemand den Kontakt zu den Älteren hält, niemand im
Hintergrund den Ablauf sichert.

Schützenvereine übernehmen dabei Aufgaben, die offiziell oft gar nicht als Aufgabe beschrieben werden. Sie halten Menschen in Kontakt. Sie geben dem Jahr Struktur.

Sie schaffen Anlässe, sich zu treffen. Sie sorgen dafür, dass Tradition nicht im Archiv
liegt, sondern im Alltag vorkommt. Sie kümmern sich um Abläufe, die andere für
selbstverständlich halten, bis sie nicht mehr funktionieren.

Gerade deshalb ist es zu einfach, das Schützenwesen nur nach seinem sichtbarsten Auftritt zu beurteilen. Der Festzug ist ein Bild. Der Verein ist ein Netz. Und dieses Netz trägt dort, wo Menschen sonst durch die Maschen fallen könnten: bei Einsamkeit, bei Orientierungslosigkeit, bei fehlender Zugehörigkeit, bei dem leisen
Gefühl, im eigenen Stadtteil nur noch Zuschauer zu sein.

Nähe ist keine Nebensache

Moderne Städte reden viel über Quartiersentwicklung, Nachbarschaft, Integration, Teilhabe und bürgerschaftliches Engagement. Das sind wichtige Begriffe. Aber in vielen Fällen leben Vereine genau das längst, ohne es so zu nennen. Sie bauen keine Konzepte, sie machen. Sie schreiben keine Leitbilder an die Wand, sie stellen Menschen nebeneinander und geben ihnen eine Aufgabe.

Das ist eine Stärke, die man nicht romantisieren muss, um sie anzuerkennen.
Natürlich sind Vereine nicht perfekt. Natürlich gibt es alte Gewohnheiten, interne Diskussionen, Nachwuchssorgen und die Herausforderung, offener und moderner zu werden. Aber wer nur darauf schaut, übersieht das Entscheidende: Wo Menschen freiwillig Verantwortung übernehmen, entsteht etwas, das keine Verwaltung vollständig ersetzen kann.

Ein Stadtteil, in dem sich niemand mehr verantwortlich fühlt, wird schnell anonym.
Dann kennt man vielleicht noch die Lieferadresse, aber nicht mehr die Nachbarn. Dann wird jede Begegnung zur Dienstleistung und jedes Problem zur
Zuständigkeitsfrage. Vereine halten dagegen. Nicht laut. Nicht immer perfekt. Aber beharrlich.

Das Schützenwesen als soziales Gedächtnis

Schützenvereine bewahren auch ein Gedächtnis des Viertels. Sie wissen, welche Familien seit Generationen dabei sind. Sie kennen alte Geschichten, alte Bilder, alte Namen. Sie erinnern an Menschen, die den Stadtteil geprägt haben. Dieses Erinnern ist mehr als Nostalgie. Es schafft Kontinuität in einer Stadt, die sich ständig verändert.

Gerade Düsseldorf lebt von seinen Vierteln. Bilk ist nicht Benrath, Gerresheim nicht Derendorf, Hamm nicht Kaiserswerth. Jeder Stadtteil hat seine eigene Farbe, seine eigenen Geschichten, seine eigenen Vereine, seine eigenen Menschen.
Schützenvereine gehören vielerorts zu den Trägern dieser lokalen Identität. Sie
geben dem Viertel ein Gesicht - nicht als Museum, sondern als lebendige
Gemeinschaft.

Das bedeutet nicht, dass jede Tradition automatisch richtig ist. Es bedeutet aber,
dass man sie verstehen sollte, bevor man sie abwertet. Wer nur den äußeren
Rahmen sieht, verpasst die innere Funktion. Und wer nur fragt, ob ein Brauch noch zeitgemäß aussieht, sollte auch fragen, welche gesellschaftliche Arbeit
dahintersteht.

Der zweite Blick lohnt sich

Vielleicht braucht das Schützenwesen heute weniger Verteidigung und mehr
Erklärung. Weniger Pathos und mehr Einblick. Weniger Selbstverständlichkeit und mehr offene Türen. Denn viele Vorurteile entstehen nicht aus Bosheit, sondern aus Distanz. Wer nie gesehen hat, was im Hintergrund passiert, hält den sichtbaren Teil schnell für das Ganze.

Der zweite Blick zeigt etwas anderes: Menschen, die sich Zeit nehmen. Menschen, die Verantwortung nicht delegieren. Menschen, die nicht nur über Gemeinschaft sprechen, sondern sie organisieren. Menschen, die wissen, dass Heimat kein leerer Begriff sein darf, wenn sie Bestand haben soll. Heimat muss getan werden. Man muss sie aufschließen, vorbereiten, einladen, pflegen und weitergeben.

Darum braucht ein Stadtteil Menschen, die aufschließen. Nicht nur Türen. Auch
Räume für Begegnung. Wege in die Gemeinschaft. Erinnerungen an das, was war. Möglichkeiten für das, was kommt. Und genau deshalb verdient das Schützenwesen nicht den schnellen Spott von außen, sondern einen ehrlichen Blick auf seine leise, oft unterschätzte Arbeit mitten im Viertel. Denn am Ende ist ein Schützenverein nicht nur dort wichtig, wo
Fahnen getragen werden. Er ist dort wichtig, wo Menschen einander nicht egal sind.

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#Vereinsleben #Stadtteilkultur #DüsseldorferIdentität #Nachbarschaft
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…hier der Bericht

…hier der Bericht und Fotos aus #eller! Vielen Dank Ddorf-aktuellMit Bildergalerie:
St. Seb. Schützenverein Düsseldorf-Eller e.V. gegr. 1902 setzt auf den Nachwuchs
www.ddorf-aktuell.de/2026/06/08/duesseldorf-eller-schuetzen-setzen-auf-den-nachwuchs/
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…heute in #gerresheim! 🫵 ... Mehr sehenWeniger sehen

Et es sowiet! 🥳

De Pittermanns Scholl brengt Düsseldörper Platt jetzz dijital noh Nieher zo de Fuule Bajasch: met em neue Wöhderbohk on em neue Tex-Öwersetzer op pittermanns-scholl. de ❤️🤍

Wä schon emmer wesse wollde, wie en bestimmt Wöhd op Düsseldörper Platt heeßt, kann af sofott em Wöhderbohk stövere. On wä tireck janze Sätze odder kleen Texte prakkeseere möht, kann den neue Öwersetzer nötze on sech spellerech an onser schön Heemotsproch herantaste.

Natörlech es dat Janze noch en dä Beta-Fas on wehd am loofe wiederentwickelt. Et kann also vörkomme, dat noch nit jede Öwersetzong Indikativ es, Eenzezelne Bejriffe fähle odder Formulierungen noh verbessert wehde mösse. Äwer jenau daröm jeht et: Et Projeckt wächs Schrett för Schrett wieder.

Düsseldörper Platt es ene wichtiger Deel onser Jeschecht, onser Kullter on onser rheinischen Identetät. Domet die Sprooch lebendig blifft, moss se sichtbar bliewe, jenutzt wehde on ooch för neue Jeneratione leecht zojänglech sinn.

Drömm lade mer all häzzlech een: Kickt vörbei, probert et Wöhderbohk us, testet den Öwersetzer on entdeck et Düsseldörper Platt neu.

Met Häzz, Heemotjeföhl on ene guten Porzijohn rheinischer Jubel em Döppe. ❤️

Et es ons Platt, ons Sproch, on ons Jeföhl.

👉 pittermanns-scholl. de

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Teil 3/24 @Follower

Teil 3/24 @Follower @Top-FansEhrenamt im Schatten der Fahnen: Wer wirklich die Arbeit macht

Schützenvereine werden oft erst dann wahrgenommen, wenn Musik durch die Straßen zieht. Doch ihre eigentliche Kraft entsteht an den Tagen, an denen niemand applaudiert.

Es gibt Bilder, die sich schnell festsetzen: Uniformen, Fahnen, Festzug, Königspaar, Kirmesplatz. Wer das Schützenwesen nur in diesem einen Moment betrachtet, sieht den Höhepunkt - aber nicht die Arbeit, die ihn möglich macht. Denn bevor eine Fahne getragen wird, muss jemand sie holen. Bevor ein Festzug läuft, muss jemand planen. Bevor Menschen zusammenkommen, muss jemand dafür sorgen, dass überhaupt ein Ort entsteht, an dem Gemeinschaft möglich wird.

Das ist der Teil des Schützenwesens, der selten auf Fotos landet. Keine große Bühne, kein Tusch, kein Applaus. Nur Menschen, die anpacken, Listen führen, Räume vorbereiten, Anträge stellen, Absprachen treffen, Kabel verlegen, Bänke rücken, Termine koordinieren, Nachwuchs begleiten, ältere Mitglieder besuchen und im entscheidenden Moment einfach da sind. Dieses stille Ehrenamt ist vielleicht nicht der lauteste Teil der Tradition. Aber es ist der Teil, ohne den alles andere zusammenfallen würde.

Das Fest beginnt lange vor dem Fest

Für Außenstehende beginnt ein Schützenfest oft mit dem ersten Marsch, dem ersten Fassanstich oder dem ersten Karusselllicht. Für die Vereine beginnt es Monate vorher. Da werden Genehmigungen geklärt, Sicherheitsfragen besprochen, Dienste eingeteilt, Kosten
geprüft, Musiker gebucht, Wege abgestimmt, Einladungen geschrieben, Pläne geändert und wieder geändert. Es gibt keinen sichtbaren Glanz ohne unsichtbare Vorbereitung.

Und genau darin liegt ein Missverständnis: Viele sehen die Feier, aber nicht die Verantwortung dahinter. Sie sehen den Zug, aber nicht die unzähligen Hände, die ihn ermöglichen. Sie sehen
die Uniform, aber nicht den Menschen, der nach Feierabend noch einmal losfährt, weil irgendwo etwas fehlt. Sie sehen die Fahne, aber nicht die Verpflichtung, die dahintersteht.

» Ehrenamt bedeutet nicht, Zeit übrig zu haben. Ehrenamt
bedeutet, Zeit zu geben, obwohl der Alltag längst voll ist. «

Die Leute, die nicht lange fragen

In jedem funktionierenden Verein gibt es diese Menschen. Die, die nicht zuerst fragen, ob es sich lohnt. Die, die nicht warten, bis jemand anderes anfängt. Die morgens früher kommen und
abends später gehen. Die wissen, wo der Schlüssel liegt, wer Hilfe braucht, welcher Wagen noch organisiert werden muss und welche ältere Dame man nicht vergessen darf einzuladen. Sie sind nicht immer die Lautesten. Manchmal sind sie sogar die, die man erst bemerkt, wenn sie fehlen. Dann bleibt plötzlich ein Raum dunkel, ein Tisch leer, ein Termin ungeklärt, ein Problem ungelöst. Dann wird deutlich, dass ein Verein nicht durch Satzungen lebt, sondern
durch Menschen. Durch Verlässlichkeit. Durch Erfahrung. Durch das Gefühl: Einer kümmert sich.

Gerade in einer Zeit, in der vieles kurzfristiger wird, ist diese Verlässlichkeit ein Wert. Termine werden heute schneller abgesagt, Bindungen lockerer, Engagement spontaner. Aber ein
Stadtteil braucht auch Menschen, die nicht nur auftauchen, wenn es bequem ist. Er braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen, auch wenn niemand eine Schlagzeile daraus macht.

Ehrenamt ist soziale Infrastruktur

Man kann über Schützenvereine reden, als wären sie reine Brauchtumsvereine. Das ist nicht falsch, aber zu klein gedacht. In Wahrheit sind sie oft ein Stück soziale Infrastruktur. Nicht im
amtlichen Sinn, nicht mit großem Schild an der Tür, aber im Alltag der Menschen. Dort entstehen Kontakte, dort werden Generationen verbunden, dort wird geholfen, bevor eine Notlage groß genug ist, um offiziell zu werden.

Wenn jemand erkrankt, wenn ein älteres Mitglied lange nicht gesehen wurde, wenn bei einer Familie Unterstützung gebraucht wird, wenn eine Veranstaltung im Viertel Helfer sucht - dann
sind Vereine häufig schneller als jedes System. Nicht, weil sie alles können. Sondern weil sie nah dran sind. Weil man sich kennt. Weil Namen Gesichter haben. Weil Hilfe nicht erst beantragt werden muss, sondern manchmal mit einem Anruf beginnt.

Das ist die Stärke gewachsener Gemeinschaften. Sie ersetzen keine Stadtverwaltung, keine Sozialarbeit und keine professionelle Hilfe. Aber sie füllen Zwischenräume, die in einer modernen Stadt leicht leer bleiben. Zwischen Nachbarschaft und Institution. Zwischen
Erinnerung und Gegenwart. Zwischen jung und alt. Zwischen Menschen, die sonst vielleicht nie miteinander sprechen würden.

Nicht romantisch - realistisch

Natürlich ist Vereinsarbeit nicht immer idyllisch. Wer ehrlich über Ehrenamt spricht, darf die Mühen nicht verschweigen. Es gibt Diskussionen, knappe Kassen, Nachwuchssorgen, Müdigkeit, Bürokratie und manchmal auch Konflikte. Es gibt Abende, an denen niemand mehr Lust hat, noch ein Protokoll zu schreiben. Es gibt Aufgaben, für die sich nicht sofort jemand meldet. Und es gibt Menschen, die viel zu oft viel zu viel tragen.

Gerade deshalb verdient dieses Engagement Respekt. Nicht, weil alles perfekt ist, sondern weil es trotzdem gemacht wird. Weil Menschen nach der Arbeit noch zum Vereinstermin gehen. Weil
sie Verantwortung nicht delegieren. Weil sie ihre Freizeit nicht nur konsumieren, sondern investieren. Das ist keine Folklore. Das ist gelebte Bürgergesellschaft.

» Ein Stadtteil wird nicht nur durch Straßen, Häuser und Geschäfte
zusammengehalten. Er wird durch Menschen zusammengehalten,
die bereit sind, mehr zu tun als nötig. «

Was man erst vermisst, wenn es verschwindet

Man stelle sich ein Viertel ohne solche Strukturen vor. Keine Helfer beim Aufbauen. Keine erfahrenen Organisatoren. Keine Jugendtermine. Keine Seniorenfeiern. Keine Gedenkveranstaltungen. Keine Menschen, die über Jahrzehnte wissen, wer dazugehört, wer Hilfe braucht, wer mitgenommen werden sollte. Dann bleibt vielleicht immer noch eine Stadt
übrig. Aber sie wird anonymer.

Genau hier liegt die gesellschaftliche Bedeutung des Schützenwesens. Es schafft nicht nur Veranstaltungen, sondern Bindung. Es hält Erinnerung wach, aber es hält auch Menschen
zusammen. Es sorgt dafür, dass Tradition nicht im Museum endet, sondern in Gesprächen, Aufgaben, Begegnungen und Verantwortung weiterlebt.

Wer heute über Schützenvereine urteilt, sollte deshalb nicht nur auf den Festzug schauen. Er sollte auf die Wochen davor schauen. Auf die Abende im Vereinsraum. Auf die jungen Leute, die lernen, Verantwortung zu übernehmen. Auf die Älteren, die nicht vergessen werden. Auf die Frauen und Männer, die im Hintergrund dafür sorgen, dass aus einem Verein mehr wird als ein
Name im Register.

Der zweite Blick lohnt sich

Akzeptanz entsteht nicht dadurch, dass man Kritik verbietet. Sie entsteht, wenn man genauer hinsieht. Ja, Schützenvereine müssen sich erklären. Sie müssen offen bleiben, sich weiterentwickeln und zeigen, wofür sie heute stehen. Aber die Gesellschaft sollte ihnen auch fair begegnen. Denn wer nur Uniformen sieht, übersieht das Ehrenamt. Wer nur Musik hört, überhört die Verantwortung. Wer nur Kirmes sieht, verkennt den sozialen Wert.

Hinter jeder Fahne stehen Menschen, die Zeit geben. Hinter jedem Festzug stehen Hände, die aufgebaut haben. Hinter jedem Verein stehen Geschichten, Pflichten, Freundschaften, Konflikte, Arbeit und Zusammenhalt. Das ist nicht altmodisch. Das ist in einer Zeit wachsender Vereinzelung vielleicht moderner, als viele glauben.

Denn am Ende ist die entscheidende Frage nicht, ob jeder Mensch selbst Schütze werden muss. Natürlich nicht. Die entscheidende Frage ist: Wollen wir Stadtteile, in denen Menschen füreinander Verantwortung übernehmen? Wollen wir Orte, an denen Generationen zusammenkommen? Wollen wir Ehrenamtliche, die nicht nur reden, sondern handeln? Wenn die Antwort darauf ja lautet, dann verdient das Schützenwesen mehr als einen schnellen Spott. Es verdient einen ehrlichen zweiten Blick.

Frank & Sebastian

#Schützenwesen #Brauchtum #Ehrenamt #Düsseldorf #DüsseldorfBilk #Rheinland #TraditionLebt #MehrAlsMarschUndKirmes #Vereinsleben #Nachbarschaft
#HeimatMitHaltung #Gemeinschaft #DüsseldorferIdentität #respektfürehrenamt #brauchtumimwandel #dus4you @Follower @Top-Fans
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☝️👉 Teil 2 @F

☝️👉 Teil 2 @Follower @Top-FansBEITRAG 2 DER SERIE

Seit 1445: Warum ein Verein fast 600 Jahre überlebt

Ein Blick auf das, was Tradition wirklich bedeutet: nicht Stillstand, sondern Weitergabe von Verantwortung.

*Ein Verein, der seit dem 15. Jahrhundert besteht, ist kein Zufall. Er ist ein Zeichen dafür, dass Menschen über Generationen hinweg etwas gefunden haben, das größer ist als ein einzelnes Festwochenende.*

Ein Datum, das verpflichtet

Man kann eine Jahreszahl auf ein Wappen schreiben und sie wie Schmuck behandeln. Oder man kann sie ernst nehmen. 1445 ist im Düsseldorfer Schützenwesen keine dekorative Zahl für einen Briefkopf. 1445 ist ein Gewicht. Ein Versprechen. Eine Erinnerung daran, dass Gemeinschaft nicht entsteht, weil jemand sie auf ein Plakat druckt, sondern weil Menschen sie immer wieder neu herstellen.

Wer heute auf einen Schützenverein blickt, sieht oft zuerst das Bild, das sich am leichtesten fotografieren lässt: Uniformen, Fahnen, Musik, Kirmes, Königspaar. Das ist sichtbar, laut und manchmal auch angreifbar. Aber die spannendere Frage liegt tiefer: Was muss ein Verein können, damit er nicht nur ein paar Jahre übersteht, sondern Jahrhunderte? Was muss in ihm stecken, damit er Generationen verbindet, gesellschaftliche Brüche überlebt und trotzdem immer wieder Menschen findet, die Verantwortung übernehmen?

Ein Verein überlebt nicht fast sechs Jahrhunderte, weil einmal im Jahr gefeiert wird. Er überlebt, weil er im Alltag gebraucht wird.

Tradition ist kein Museum

Das Missverständnis beginnt oft schon beim Wort Tradition. Für die einen klingt es nach Heimat, Verlässlichkeit und Erinnerung. Für andere klingt es nach Staub, Stillstand und alten Regeln. Beides greift zu kurz. Tradition ist nicht automatisch gut, nur weil sie alt ist. Aber sie ist auch nicht automatisch falsch, nur weil sie nicht neu erfunden wurde.

Eine lebendige Tradition ist kein Museum, in dem alles unter Glas liegt. Sie ist eher wie ein Staffelstab: Jede Generation bekommt ihn in die Hand, trägt ihn ein Stück weiter und entscheidet, wie sie ihn weitergibt. Manche Formen bleiben, andere verändern sich. Manche Rituale behalten ihren Sinn, andere müssen neu erklärt werden. Genau darin liegt die eigentliche Stärke eines alten Vereins: Er muss nicht beweisen, dass früher alles besser war. Er muss beweisen, dass er heute noch etwas bedeutet.

Das Schützenwesen hat diese Prüfung immer wieder bestanden. Nicht ohne Reibung, nicht ohne Debatten, nicht ohne Fehler. Aber gerade deshalb ist es interessant. Denn eine Tradition, die nie infrage gestellt wird, wird irgendwann hohl. Eine Tradition, die Kritik aushält und trotzdem ihren Kern bewahrt, bleibt lebendig.

Vom Schutzgedanken zur Verantwortungsgemeinschaft

Die frühen Schützengemeinschaften entstanden in einer Zeit, in der Sicherheit, Nachbarschaft und Zusammenhalt keine abstrakten Begriffe waren. Wer zusammenlebte, musste auch zusammenstehen. Aus diesem Grundgedanken entwickelte sich über die Jahrhunderte eine Kultur, die weit mehr ist als militärische Folklore oder historische Kulisse.

Der alte Schutzgedanke hat heute eine andere Form. Niemand erwartet von einem Schützenverein, dass er Stadtmauern verteidigt. Aber der Gedanke dahinter ist erstaunlich aktuell geblieben: Menschen achten aufeinander. Sie kennen einander. Sie übernehmen Aufgaben. Sie halten Kontakt. Sie organisieren, wenn andere nur konsumieren. Sie schaffen Orte, an denen man nicht anonym bleibt.

Gerade in einer Stadt, die sich verändert, wächst und schneller wird, ist das nicht wenig. Denn moderne Gesellschaften haben ein Problem: Viele Menschen leben nebeneinander, aber nicht miteinander. Vereine können dieses Problem nicht allein lösen. Aber sie schaffen etwas, das in keiner App und keinem Verwaltungsprogramm entsteht: verbindliche Nähe.

Warum Dauer ein Wert ist

Wir leben in einer Zeit, in der vieles auf Kurzfristigkeit gebaut ist. Trends kommen und gehen. Gruppen entstehen digital und verschwinden wieder. Aufmerksamkeit wird gemessen, Engagement oft nur behauptet. Ein Verein mit fast 600 Jahren Geschichte setzt dagegen eine unbequeme Frage: Was bleibt eigentlich?

Dauer allein macht noch keine Qualität. Aber Dauer kann ein Hinweis sein. Wenn Menschen über Generationen hinweg bereit sind, Zeit zu geben, Aufgaben zu übernehmen, Rituale zu pflegen, Junge einzubinden und Alte nicht zu vergessen, dann steckt darin ein gesellschaftlicher Wert. Nicht, weil alles perfekt ist. Sondern weil Kontinuität selbst eine Form von Verantwortung ist.

Ein Schützenverein ist damit auch ein Gedächtnis des Stadtteils. Er bewahrt Namen, Geschichten, Fotos, Fahnen, Orte, Gewohnheiten und Erfahrungen. Das mag auf den ersten Blick altmodisch wirken. Doch Stadtteile verlieren viel, wenn niemand mehr weiß, wer vor einem da war, was gemeinsam aufgebaut wurde und warum bestimmte Orte eine Bedeutung haben.

Bilk als Beispiel für gelebte Stadtgeschichte

In Düsseldorf-Bilk lässt sich dieser Gedanke besonders gut verstehen. Wer dort auf eine Tradition seit 1445 schaut, blickt nicht nur auf Vereinsgeschichte. Er blickt auf Stadtgeschichte im Kleinen. Auf Generationen, die kamen und gingen. Auf Veränderungen im Viertel. Auf Zeiten, in denen Düsseldorf anders aussah, anders sprach, anders lebte - und dennoch Menschen zusammenfanden, um eine Gemeinschaft weiterzutragen.

Das macht solche Vereine nicht unantastbar. Im Gegenteil: Wer so lange Teil eines Stadtteils ist, muss sich auch fragen lassen, wie offen, zeitgemäß und anschlussfähig er heute ist. Aber diese Fragen sollten mit Respekt gestellt werden. Denn wer fast 600 Jahre Geschichte trägt, trägt nicht nur Nostalgie. Er trägt auch Verantwortung gegenüber der Gegenwart.

Die entscheidende Leistung besteht darin, aus Geschichte keine Mauer zu machen, sondern eine Brücke. Eine Brücke zwischen Alt und Jung, zwischen Zugezogenen und Alteingesessenen, zwischen Feier und Pflicht, zwischen Erinnerung und Zukunft.

Der Verein als Generationenvertrag

Vielleicht ist genau das der Kern: Ein alter Schützenverein ist ein Generationenvertrag. Die Älteren geben nicht nur Geschichten weiter. Sie geben Haltungen weiter: Verlässlichkeit, Dienstbereitschaft, Respekt, Zusammenhalt. Die Jüngeren bringen neue Fragen, neue Sprache, neue Gewohnheiten und neue Erwartungen mit. Wenn beides zusammenkommt, entsteht keine Kopie der Vergangenheit, sondern eine Fortsetzung.

Dieser Generationenvertrag funktioniert nicht automatisch. Er braucht Menschen, die zuhören. Menschen, die erklären können, ohne zu belehren. Junge Mitglieder, die nicht nur als Dekoration für die Zukunft betrachtet werden. Ältere Mitglieder, die nicht aus dem Blick geraten, sobald sie keine Ämter mehr tragen. Genau dort entscheidet sich, ob Tradition lebendig bleibt oder nur noch verwaltet wird.

Das Schützenwesen kann hier etwas leisten, was in vielen Bereichen der Gesellschaft seltener geworden ist: Es bringt Altersgruppen regelmäßig in echte Begegnung. Nicht als Projekt für ein Wochenende, sondern als dauerhafte Gemeinschaft.

Akzeptanz entsteht durch Erklärung

Wer Akzeptanz will, darf nicht erwarten, dass Außenstehende alles von selbst verstehen. Gerade alte Vereine müssen heute besser erklären, warum sie tun, was sie tun. Warum Fahnen eine Bedeutung haben. Warum Gedenken wichtig ist. Warum ein Festzug mehr sein kann als Marschmusik. Warum Uniformen nicht automatisch Abschottung bedeuten. Warum Schützen nicht zuerst an Gestern hängen, sondern oft sehr konkret für das Heute arbeiten.

Dabei hilft kein beleidigtes „Das war schon immer so“. Dieser Satz ist das Ende jeder guten Erklärung. Viel stärker ist ein anderer Satz: „Komm näher, dann zeigen wir dir, was dahintersteht.“ Genau diese Offenheit entscheidet darüber, ob Brauchtum als fremdes Schauspiel wahrgenommen wird - oder als Teil des Stadtlebens.

Eine Tradition, die sich erklärt, verliert nichts von ihrer Würde. Im Gegenteil: Sie gewinnt Menschen zurück, die bisher nur die Oberfläche gesehen haben.

Der zweite Blick lohnt sich

Natürlich darf man Schützenvereine kritisch betrachten. Natürlich darf man über Rollenbilder, Sprache, Rituale, Alkohol, Außenwirkung und Modernisierung sprechen. Eine ernsthafte Tradition muss solche Fragen aushalten. Aber Kritik wird erst dann fair, wenn sie das Ganze sieht - nicht nur den lautesten Moment.

Der zweite Blick zeigt: Hinter einem Verein von 1445 steht nicht bloß ein Kalendertermin. Dahinter stehen Menschen, die Zeit investieren, Verantwortung tragen, Geschichte bewahren und ihr Viertel mitprägen. Manche tun das sichtbar, viele ganz leise. Manche tragen Uniform, andere tragen Kisten, Schlüssel, Protokolle, Listen, Erinnerungen und Sorgen.

Vielleicht ist genau das die wichtigste Botschaft dieses zweiten Beitrags: Tradition ist nicht das Festhalten an Asche. Tradition ist das Weitergeben von Feuer. Und wenn ein Verein dieses Feuer seit fast sechs Jahrhunderten weiterträgt, dann verdient er nicht nur einen schnellen Blick am Straßenrand. Er verdient, dass man versteht, warum er noch da ist.

Frank & Sebastian

#Schützenwesen #Düsseldorf #DüsseldorfBilk #Brauchtum #Ehrenamt #Tradition #Heimat #Rheinland #Vereinsleben #Stadtteilkultur #Zusammenhalt #Schützenverein #dus4you #DüsseldorferIdentität #MehrAlsMarschUndKirmes
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Neues von Dus4You @F

Neues von Dus4You @Follower @Top-FansSERIE: MEHR ALS MARSCH UND KIRMES - BEITRAG 1

Mehr als Marsch und Kirmes:

Warum Schützen das Rheinland Zusammenhalten

Wer das Schützenwesen nur am Festzug misst, sieht nur die Oberfläche. Hinter Fahnen, Uniformen und Musik steht eine Kultur des Ehrenamts, der Nachbarschaft und der Verantwortung.

Es gibt Bilder, die bleiben hängen: Uniformen, Fahnen,
Trommeln, Kirmes, Festzelt, Königspaar. Für viele ist genau
dass das Schützenwesen. Für manche ist es Brauchtum, für
andere wirkt es altmodisch. Doch diese Sicht ist zu klein. Denn
wer die Schützen nur an wenigen Festtagen sieht, beurteilt
eine jahrhundertealte Gemeinschaft nach ihrem lautesten
Moment - und übersieht das, was sie das ganze Jahr über
leistet.

Ein Vorurteil marschiert vorneweg

Machen wir uns nichts vor: Das Schützenwesen hat ein Imageproblem. Nicht überall, nicht bei allen, aber oft genug. Wer nicht dazugehört, sieht zuerst die Formen. Die Uniform. Den Marsch. Die Musik. Das Bier. Die Kirmes. Und schon ist das Urteil
schnell gefällt: Das ist doch von gestern. Das braucht doch heute keiner mehr. Das ist doch nur Feiern mit Fahne.

Aber genau hier beginnt das Missverständnis. Denn ein Schützenfest ist nicht der Grund, warum es Schützenvereine gibt. Es ist der sichtbare Höhepunkt einer Arbeit, die meistens unsichtbar bleibt. Es ist die Bühne, nicht das Fundament. Es ist der Tag, an dem ein Verein nach außen tritt - nicht der Beweis, dass er nur für diesen
Tag existiert.

Man würde auch die Feuerwehr nicht nur nach dem Tag der offenen Tür beurteilen. Man würde einen Sportverein nicht nur an der Weihnachtsfeier messen. Und man würde eine Nachbarschaft nicht danach bewerten, wie laut sie einmal im Jahr feiert.

Warum also geschieht genau das so oft beim Schützenwesen?

Das Fest ist der Moment, in dem sichtbar wird, was das
ganze Jahr über getragen wird.

Der Maschinenraum des Viertels

Das eigentliche Schützenwesen findet nicht nur auf der Straße statt. Es findet in Versammlungen statt. In Jugendgruppen. In Schießständen. In Vereinsheimen. Bei Vorbereitungen, Aufbauten, Absprachen, Besuchen, Gedenkfeiern, Hilfsaktionen und
unzähligen kleinen Diensten, die selten Applaus bekommen.

Da sind Menschen, die Termine koordinieren, Hallen öffnen, Banner aufhängen, Technik organisieren, Listen schreiben, Anträge stellen, Jugendliche begleiten, Senioren im Blick behalten, bei Trauerfällen mitgehen und im Stadtteil ansprechbar bleiben. Vieles davon klingt nicht spektakulär. Aber genau diese unspektakuläre Verlässlichkeit ist der Kitt, der Stadtteile zusammenhält.

In einer Zeit, in der viele über Vereinssterben, Einsamkeit, schwindendes Ehrenamt und fehlenden Zusammenhalt klagen, gibt es im Schützenwesen noch Strukturen, die Menschen binden. Nicht perfekt. Nicht ohne Reibung. Aber echt. Gewachsen. Vor Ort verankert. Über Generationen hinweg.

Warum fast 600 Jahre nicht von allein überleben

In Düsseldorf-Bilk wird diese Tradition seit 1445 gelebt. Diese Zahl ist mehr als Schmuck für ein Wappen. Sie ist eine Zumutung an unsere schnelle Gegenwart. Fast sechs Jahrhunderte - das bedeutet: Kriege, Seuchen, politische Umbrüche, Armut, Wiederaufbau, gesellschaftliche Veränderungen, neue Generationen, neue
Lebenswelten.

Ein Verein übersteht so etwas nicht, wenn er nur aus Nostalgie besteht. Er übersteht es nur, wenn er immer wieder eine Aufgabe findet. Wenn Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Wenn Tradition nicht bloß konserviert, sondern weitergegeben wird. Wenn aus Erinnerung ein Auftrag wird.

Genau das ist der Kern des Schützenwesens im Rheinland: Gemeinschaft ist nicht nur ein Wort für Festreden. Sie wird organisiert. Sie wird geübt. Sie wird getragen. Von Menschen, die nicht warten, bis sich irgendwer kümmert, sondern selbst
anfangen.

Heimat ohne Schublade

Der Begriff Heimat ist schwierig geworden. Manche benutzen ihn laut, manche meiden ihn vorsichtig. Doch im Schützenwesen zeigt sich eine Form von Heimat, die nichts mit Ausgrenzung zu tun haben muss. Heimat bedeutet hier nicht: Wir gegen die anderen. Heimat bedeutet: Wir kennen diesen Ort. Wir erinnern uns. Wir
übernehmen Verantwortung. Wir bleiben nicht anonym.

Eine Fahne ist dann nicht einfach Stoff. Eine Kompanie ist nicht nur eine Gruppe in Uniform. Ein Festzug ist nicht nur Bewegung durch Straßen. All das sind Zeichen einer Zugehörigkeit, die sich über viele Jahre aufgebaut hat. Man muss diese Formen nicht alle lieben, um ihren Wert zu erkennen. Aber man sollte sie verstehen,
bevor man sie belächelt.

Denn wer genau hinsieht, erkennt: Das Schützenwesen ist eine der ältesten Formen bürgerschaftlicher Selbstorganisation. Lange bevor moderne Schlagworte wie Community, Netzwerk oder lokale Resilienz in Mode kamen, taten diese Vereine bereits genau das: Menschen verbinden, Aufgaben verteilen, Verantwortung
sichtbar machen.

Jugend braucht mehr als einen Bildschirm

Besonders wichtig wird das bei der Jugend. Junge Menschen suchen Zugehörigkeit, Anerkennung, Orientierung und echte Begegnung. Natürlich findet vieles davon heute digital statt. Aber ein Verein kann etwas bieten, das kein Bildschirm ersetzt:
Man wird gebraucht.

Wer im Schützenverein mitmacht, bekommt nicht nur ein Programm. Er bekommt Aufgaben. Er erlebt ältere Generationen nicht als fremde Welt, sondern als Menschen mit Geschichten. Er lernt, dass Respekt nicht bedeutet, immer einer Meinung zu sein. Er lernt Verlässlichkeit. Pünktlichkeit. Rücksicht. Verantwortung.
Und manchmal auch, dass man Dinge gemeinsam durchzieht, obwohl sie anstrengend sind.

Genau diese Erfahrung ist heute kostbar. Denn Gemeinschaft entsteht nicht durch Konsum. Sie entsteht durch Beteiligung. Durch das Gefühl: Ich bin nicht Zuschauer, ich bin Teil davon.

Auch Kritik gehört dazu

Natürlich darf man das Schützenwesen kritisch betrachten. Jede Tradition muss sich fragen lassen, wie offen sie ist, wie modern sie kommuniziert, wie sie mit Frauen, jungen Menschen, neuen Mitgliedern und gesellschaftlichem Wandel umgeht. Akzeptanz entsteht nicht dadurch, dass man Kritik wegdrückt. Sie entsteht dadurch, dass man ehrlich erklärt, was wertvoll ist - und genauso ehrlich bereit ist, sich weiterzuentwickeln.

Gerade deshalb braucht das Schützenwesen keinen blinden Applaus. Es braucht einen fairen Blick. Einen zweiten Blick. Einen Blick, der nicht beim ersten Klischee stehen bleibt.

Was fehlen würde, wenn es die Schützen nicht gäbe

Stellen wir uns einmal vor, diese Vereine wären morgen weg. Keine Menschen mehr, die den Stadtteil mitorganisieren. Keine gewachsenen Gruppen, die Generationen verbinden. Keine Ehrenamtlichen, die einfach da sind. Keine Feste, bei denen Nachbarn zusammenkommen. Keine Pflege von Erinnerung. Keine Jugendarbeit aus dem Viertel heraus. Keine stillen Helfer im Hintergrund.

Man würde den Verlust nicht sofort in einer Statistik spüren. Aber man würde ihn im Alltag merken. Der Stadtteil würde kälter. Anonymer. Austauschbarer. Denn Stadt entsteht nicht nur aus Straßen, Häusern und Geschäften. Stadt entsteht aus
Menschen, die sich kümmern.

Und genau darin liegt die eigentliche Bedeutung der Schützen: Sie
tragen nicht nur Fahnen. Sie tragen Verantwortung.

Warum diese Serie nötig ist

Diese Serie will nicht verklären. Sie will hinschauen. Sie will zeigen, was hinter dem Festzug steht, warum diese Vereine für Düsseldorf und das Rheinland wichtig sind, wo sie sich verändern müssen und warum ihr gesellschaftlicher Wert oft unterschätzt wird.

Es geht nicht darum, jeden zum Schützen zu machen. Es geht darum, Respekt für Menschen zu schaffen, die sich ehrenamtlich engagieren, Tradition lebendig halten und ihre Stadtteile mittragen. Wer danach immer noch kritisch ist, darf kritisch bleiben. Aber vielleicht schaut er beim nächsten Festzug anders hin. Vielleicht sieht er dann nicht nur Uniformen. Sondern Jugendleiter. Nachbarn. Helfer. Organisatoren. Sportler. Seniorenbegleiter. Erinnerungsträger. Menschen, die ein Stück Düsseldorf zusammenhalten.

Und vielleicht beginnt genau dort die Akzeptanz, die dieses Brauchtum verdient: nicht im schnellen Urteil, sondern im zweiten Blick.

Frank & Sebastian

#Schützenwesen #Düsseldorf #Rheinland #Brauchtum #Ehrenamt
#TraditionLebt #DüsseldorferIdentität #MehrAlsMarschUndKirmes
#Vereinsleben #Zusammenhalt #Nachbarschaft #Jugendarbeit
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…traurige Nachrich

…traurige Nachricht aus #oberkassel! 🖤🖤🖤Ernst Eirmbter, Mitglied der Skagerrak Kompanie, hat nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 92 Jahren den Schützenverein für immer verlassen. Mit Eintritt 1953 in das Regiment gehörte er zu den ältesten unserer Kameraden. Lange Jahre war er Hauptmann der Skagerrak sowie Ehrenhauptmann. Ebenso war er Regimentskönig und für seine Verdienste Ehrensternträger des Vereins. Wir werden stets seine Gedenken. Ahoi Ernst! ... Mehr sehenWeniger sehen

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☝️ Toller Beitrag dank an duesseldorf4you
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….traurige Nachric

….traurige Nachricht aus #oberkassel! 🖤🖤🖤Freud und Leid liegen leider manchmal nah beieinander. Völlig unerwartet müssen wir für immer Abschied nehmen von Hans Zajdziuk von der Freischütz Kompanie. Er war ein hochgeschätzter Schützenkamerad und Freund. Er hat nicht nur Königswürden errungen, sondern war auch 2.Chef des Vereins. Mit Eintritt 1974 in das Regiment hat er dieses wesentlich mitgestaltet, insbesondere hat er sich für die Jugend stark gemacht, weshalb er auch linksrheinischer Ehrenjungschütze war.
Sein Wirken hat viele geprägt, wir werden es stets in Ehren halten. Mach's gut alter Kamerad.
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Bericht und Fotos vo

Bericht und Fotos vom Jubiläum des Tambour-Corps Derendorf e.V. - vielen Dank Ddorf-aktuell! 🫡

@Highlight Sankt Sebastianus Schützenverein Derendorf 1655 e.V.Düsseldorf Derendorf: Schützen trotzen dem Wetter und feiern großes Jubiläumsbiwak
www.ddorf-aktuell.de/2026/05/16/duesseldorf-derendorf-schuetzen-trotzen-dem-wetter-und-feiern-gro...
Sankt Sebastianus Schützenverein Derendorf 1655 e.V.
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Bericht und Fotos au

Bericht und Fotos aus #oberkassel - besten Dank an Ddorf-aktuell! 🫵

#IGDSMit Bildergalerie:
www.ddorf-aktuell.de/2026/05/16/duesseldorf-oberkassel-wo-die-schuetzenparade-am-feiertag-zieht/
Düsseldorf Oberkassel – wo die Schützenparade am Feiertag zieht
St. Seb. Schützenverein Ev von 1873 Düsseldorf - Oberkassel
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Bericht und Fotos au

Bericht und Fotos aus #heerdt - vielen Dank Ddorf-aktuell! 🫵Mit Bildergalerie:
Düsseldorf Heerdt: Premieren-Schützenfest für den neuen Vorstand
www.ddorf-aktuell.de/2026/05/11/duesseldorf-heerdt-premieren-schuetzenfest-fuer-den-neuen-vorstand/
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....hier der Bericht

....hier der Bericht und Fotos aus #Vennhausen - vielen Dank Ddorf-aktuell

Schützenverein VennhausenMit Bildergalerie:
St.Hubertus – St.Sebastianus Schützenverein Düsseldorf Vennhausen eröffnet die Schützenfestsaison
www.ddorf-aktuell.de/2026/05/04/st-hubertus-st-sebastianus-schuetzenverein-duesseldorf-vennhausen...
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…heute bei #1316!

…heute bei #1316! 🫵 Vielen Dank #ddorfaktuell!

Ddorf-aktuell St Sebastianus SchützenvereinMit Bildergalerie:
Düsseldorf: St. Sebastianus Schützen 1316 ehren Stephanie von Hohenzollern
www.ddorf-aktuell.de/2026/05/03/duesseldorf-st-sebastianus-schuetzen-1316-ehren-stephanie-von-hoh...
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#Oberkassel! 🫡

#oberkassel! 🫡Ball der Könige 2026, Auftakt für die diesjährige Schützensaison. Auf unserem Schützenfest vom 14.Mai bis 17.Mai freuen wir uns mit unserem Königspaar Roland und Tanja Pietzonka auf ein Wiedersehen von alten und neuen Freunden. Bis bald. ... Mehr sehenWeniger sehen

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#volmerswert! 🫡

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#unterbach! 🫡

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#ratingen 🫡

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#wio #oberbilk 🫡 ... Mehr sehenWeniger sehen

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#kaiserswerth! 🫡 ... Mehr sehenWeniger sehen

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#Wittlaer! 🫡 ... Mehr sehenWeniger sehen

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#lörick! 🫡 ... Mehr sehenWeniger sehen

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#Hassels! 🫡 ... Mehr sehenWeniger sehen

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#Hubbelrath! 🫡 ... Mehr sehenWeniger sehen

#Unterrath! 🫡

#unterrath! 🫡Wir sind heute beim Ball der Könige der @igds_1927!

#ballderkönige #regimentskönig #stsebastianus #schützenbruderschaft #unterrath
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#lohausen! 🫡 ... Mehr sehenWeniger sehen

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#Flehe! 🫡 ... Mehr sehenWeniger sehen

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#benrath! 🫡 ... Mehr sehenWeniger sehen

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#holthausen 🫡 ... Mehr sehenWeniger sehen

#Derendorf 🫡

#derendorf 🫡Ball der Könige

Mit dem heutigen Ball der Könige der IGDS - Interessengemeinschaft Düsseldorfer Schützenvereine e.V. beginnt offiziell die Schützensaison. Mit unserem Regimentskönigspaar Dirk und Sabine Schiffer ist Derendorf, zusammen mit der Gesellschaft unseres Königs (St. Paulus) und weiteren Vertretern, in der Rheinterrasse dabei. Es ist wieder ein sehr schöner Rahmen, in dem alle Könige der Düsseldorfer Regimenter zusammenkommen.

#derendorf #schützen #brauchtum #igds #ballderkönige #stpaulus #brauchtumverbindet
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#Wersten 🫡 ... Mehr sehenWeniger sehen

#Derendorf 🫡

#derendorf 🫡Jungschützenempfang

Heute hat die Jungschützengemeinschaft Düsseldorf Derendorf zum Empfang eingeladen. Zu Ehren unserer Regimentsjungschützenkönigin Victoria Holzhauser, sowie der Schülerkönigin Nele und Knappenkönigin Charlotte sind viele Derendorfer Schützinnen und Schützen heute mit dabei.
Auch viele Jungschützen aus anderen Stadtteilen sind heute hier und es zeigt sich die übergreifende Freundschaft der Regimenter, die das Brauchtum enger zusammenrücken lässt.
Brauchtum verbindet!

#derendorf #schützen #jungschützen #jungschützenempfang #jsg #düsseldorf #brauchtumverbindet #damenreitercorps #tambourcorpsderendorf
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#rath 🫡 ... Mehr sehenWeniger sehen

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#stockum 🫡 ... Mehr sehenWeniger sehen

#holthausen 🫡 ... Mehr sehenWeniger sehen

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#heerdt! 🫡 ... Mehr sehenWeniger sehen

#wio #oberbilk 🫡 ... Mehr sehenWeniger sehen

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…der Ball der IGDS kann losgehen!

Viele helfende Hände sind vor Ort und helfen dabei, den Saal für heute Abend zu schmücken…

Wir freuen uns bei bestem Wetter die Vertreter aller Regimenter begrüßen zu können!

Bis später… (fe)
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Traurige Nachricht aus #eller! 🖤🖤🖤

St. Seb. Schützenverein Düsseldorf-Eller e.V. gegr. 1902
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Am 25.03.2026 fand i

Am 25.03.2026 fand in Neuss-Holzheim der nächste Kontaktkreis der Schützenverbände NRW statt. Foto von Uwe Pakendorf vom RSB - herzlichen Dank! ... Mehr sehenWeniger sehen

📢 Jetzt ins neue

📢 Jetzt ins neue IGDS-Verzeichnis eintragen!

Ihr seid Schausteller, Tambourcorps, Fanfarencorps, Musikkapelle, Band / Tanzkapelle, DJ oder Fotograf / Videograf? Dann nutzt jetzt die Chance und sichert euch euren Platz im neuen IGDS-Verzeichnis! 🎪🥁🎺🎶🎧

Das Ziel: sichtbar werden, gefunden werden und Teil einer starken gemeinsamen Übersicht sein.

So einfach geht’s:
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Wichtig:
Damit das Verzeichnis übersichtlich und passend bleibt, werden die Anfragen zuerst geprüft.

Kennt ihr Schaustellerbetriebe, Musikgruppen, Kapellen, Bands oder DJs, die hier unbedingt rein gehören?
👉 Dann markiert sie jetzt direkt in den Kommentaren!
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Je mehr mitmachen, desto stärker, nützlicher und sichtbarer wird das neue IGDS-Verzeichnis für alle. 🙌

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…neues aus #Derend

…neues aus #derendorf!

Sankt Sebastianus Schützenverein Derendorf 1655 e.V. St. Seb. Schützenverein Düsseldorf-LierenfeldBHDS Hauptvorstand- und Bundesvertreterversammlung

Am heutigen Sonntag fand in Langenfeld-Richrath die Hauptvorstand- und Bundesvertreterversammlung vom Bund der historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V. (BHDS), welchem wir durch den BHDS - Diözesanverband Köln e.V. und den ‚Bezirk Düsseldorf-Ost‘ angehören, statt.

#derendorf #schützen #brauchtum #bhds #bezirkdüsseldorfost
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…gestern in #flingern! 🫵 ... Mehr sehenWeniger sehen

…neues aus #Oberbi

…neues aus #oberbilk. 🫵Heute steht die Regiments-Generalversammlung an. ... Mehr sehenWeniger sehen

Pünktlich zum Früh

Pünktlich zum Frühlingsanfang ist es soweit! Unsere neue HP ist online!

Neues Design, viel am und um das Thema „Sicherheit“ gemacht, was die Performance gestört hat, ist entfernt und gelöscht worden!

Neue Ideen wurden umgesetzt - nun können z.B. Musikzüge und Schausteller sich selbst über ein einfaches Formular eintragen und präsentieren!

Unsere HP wurde auch für alle möglichen Geräte der Anwender wie PC, Notebook, Tablet oder Handy optimiert.

Eine weitere Neuigkeit ist, dass mit nur wenigen Klicks, in vielen anderen Sprachen die neue HP zugänglich ist. So kann z.B. die japanische Community in Düsseldorf nun in ihrer Muttersprache lesen was die IGDS macht.

Schaut Euch die neue Seite an und schreibt uns wie Ihr sie findet!

Hier haben wir Dirk Schurse, @SebastianThoene @FrankEngels etliche Stunden für gebraucht und der IGDS viel Geld gespart. Die meiste Arbeit hatte unser Webmaster Sebastian Thöne!

Wir sagen „DANKESCHÖN“ für die Zeit und Arbeit, die ihr hier investiert habt!

www.igds.de

@Top-Fans @Follower Ddorf-aktuell Schaustellerverband Düsseldorf e.V. Stadt Düsseldorf
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...seit gestern Aben

...seit gestern Abend ist unsere Homepage "Under Construction" und wird auf den neuesten Stand gebracht. Die Seite wird den aktuellen Anforderungen angepasst und fein gemacht. Wir melden uns wieder, wenn die HP wieder online ist. Bis dahin bitten um ein wenig Geduld. ... Mehr sehenWeniger sehen

#Brauereipokalsieger

#brauereipokalsieger 2025 #Wersten - herzlichen Glückwunsch! 🫵

St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf-Wersten 1925 #JSB2025 #IGDS @All
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Die #IGDS hat heute beim #JSB2025 den
Stadtjungschützenkönig 2025/2026
Ruben von Canstein (Heerdt) mit Lara Frinken (Rath) gekrönt! Herzlichen Glückwunsch!

St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf-Heerdt 1573 e.V. Bürger-Schützenverein 1925 e.V. Düsseldorf Rath TopFan
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…gestern in #bilk! ... Mehr sehenWeniger sehen

Mundart gehört zur unserer Identität und ist ein Stück Heimat und darf nicht verloren gehen. Die Pittermanns Scholl ist eine kostenfrei Mundartschule. Insofern haben sie zusammen mit der Band „Flötkies“ diesen tollen Song auf den Weg gebracht. Mehr Infos zur Pittermanns Scholl findet ihr auf www.pittermanns-scholl.de (fe)

Pittermanns Scholl @Highlight Bilker Schützen
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…am 30.10.2025 fand in #eller die letzte Chef-Versammlung 2025 der #IGDS statt. Danke an alle Mitgliedsvereine die daran teilgenommen haben! 🫵

St. Seb. Schützenverein Düsseldorf-Eller e.V. gegr. 1902
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**Präsidentenrunde

**Präsidentenrunde aller Schützenverbände in NRW**

Am 21.10.2025 fand ein Kontaktkreistreffen im Sauerland in der Remise des „Burgmannshofs Grevenstein“ in Meschede statt. Für die IGDS waren unsere Vorsitzenden Ulrich Müller und Torsten Peters dabei.
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…gestern in der #Flehe!

Sankt-Sebastianus-Schützenbruderschaft Düsseldorf Flehe e.V. #IGDS
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…das Stadtkönigsp

…das Stadtkönigspaar „Dennis Matthiessen & Michaela Zickuhr“ beim Krönungsball in Niederkassel mit dem Regimentskönigspaar „Klaus & Talia Götze“, Regimentsjungschützenpaar „Lars Hesse mit Larissa“, Dirk Schurse und Heiko Fühles. 👑

St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf-Niederkassel 1890 e.V. Schützenbruderschaft Lohausen Sankt Sebastianus Schützenverein Derendorf 1655 e.V.
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Die #IGDS beim Empfa

Die #IGDS beim Empfang der Bürger-Schützenverein 1925 e.V. Düsseldorf Rath! 🫵🚀

von oben links… Torsten Peters Dirk Schurse Marlene Thyssen-Voss und das Stadtkönigspaar Dennis Matthiessen & Michaela Zickuhr! 🚀
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Starke Abordnung der

Starke Abordnung der IGDS heute beim Empfang der Oberbilker Schützen…🫵

WIRinOberbilk #IGDS
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…hier alle Stadtkönige 2025/2026! Neuer Stadtkönig Dennis Matthiessen - Lohausen - neuer Stadtjungschützenkönig Ruben von Canstein - Heerdt.

Schützenbruderschaft Lohausen St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf-Heerdt 1573 e.V.
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Jungschützen-Trophy

Jungschützen-Trophy 2025

Gewinnerin Katharina Schäfer - Flingern!

Schützenverein Düsseldorf-Flingern
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#schützen schützen! Schützen helfen gemeinsam Leben zu retten!

Am Sonntag, den 20.07.2025 findet neben dem Schützenzelt auf der Düsseldorfer Rheinkirmes die Typisierung der DKMS statt.

Mund auf. Stäche rein. Spender sein!
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#schützen schützen! Schützen helfen gemeinsam Leben zu retten!

Am Sonntag, den 20.07.2025 findet neben dem Schützenzelt auf der Düsseldorfer Rheinkirmes die Typisierung der DKMS statt.

Mund auf. Stäche rein. Spender sein!
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Einfach toll! 🫵 Bitte mehr davon!

#IGDS TopFan

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Vorstandssitzung mit

Vorstandssitzung mit Aussicht auf den Rhein im (hinter dem) Festzelt der Schützen von 1316…🫵

#IGDS
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